Kontext von Schweden

Das Königreich Schweden (schwedisch Konungariket Sverige oder einfach Sverige ) ist eine parlamentarische Monarchie in Skandinavien. Das Staatsgebiet umfasst den östlichen Teil der Skandinavischen Halbinsel und die Inseln Gotland und Öland. Schweden ist Mitglied des Nordischen Rates und seit 1995 der Europäischen Union. In der NATO war das Land bislang nicht Mitglied. Erst vor dem Hintergrund des russischen Überfalls auf die Ukraine 2022 hat sich Schweden um eine Mitgliedschaft beworben und eine formelle Einladung erhalten. Hauptstadt sowie bevölkerungsreichste schwedische Stadt ist Stockholm.

Mehr über Schweden

Grundinformation
  • Währung Schwedische Krone
  • Ursprünglicher Name Sverige
  • Anrufcode +46
  • Internet Domäne .se
  • Mains voltage 230V/50Hz
  • Democracy index 9.26
Population, Area & Driving side
  • Bevölkerung 10551707
  • Fläche 447425
  • Fahrseite right
Verlauf
  • Schweden vor 1800  Hovgårdsstenen auf Adelsön ist ein Runenstein aus dem 11. Jahrhundert

    Die skandinavische Halbinsel wird erstmals in der Naturalis historia Plinius’ des Älteren aus den Jahren um 77 erwähnt. Er schreibt über Scatinavia, eine große Insel, auf der das Volk der Hillevionen lebt.[1] Manche sehen darin die erste Erwähnung der Schweden. Im Jahr 98 findet sich in Tacitus’ Germania eine Erwähnung der Suionen (Absatz 44), die angeblich „im Ozean selbst“ leben und eine mächtige Flotte haben. Auf der Weltkarte des Ptolemäus um 120 ist Skandinavien erstmals kartographisch erfasst. Im fünften Jahrhundert beschrieb Prokop die Insel Thule im Norden, die zehnmal größer als Britannien sei und auf der im Winter 40 Tage lang keine Sonne scheine.

    Während des frühen Mittelalters (um 800 bis 1000) beherrschten Wikinger die europäischen Meere und Küstengegenden. Schwedische Wikinger, auch Waräger genannt, orientierten sich vor allem Richtung Osten, nach Russland. Ab dem neunten Jahrhundert wirkten die auch Rus genannten Schweden am Aufbau der Kiewer Rus mit. Der erste Kontakt mit dem Christentum entstand durch die Missionstätigkeiten des heiligen Ansgars, des Erzbischofs von Hamburg und Bremen. Er unternahm um 830 und 853 zwei Missionsreisen nach Birka, dem wichtigsten Handelsplatz der Wikinger im Mälaren, die allerdings keinen Erfolg hatten. Im Jahr 1008 ließ Olof Skötkonung, König von Schweden, sich jedoch taufen. Doch bis ins 12. Jahrhundert waren weite Teile der Bevölkerung heidnisch. So wurde 1160 König Erik IX. von anti-christlichen Adligen nach dem Besuch der Messe ermordet.

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    Schweden vor 1800  Hovgårdsstenen auf Adelsön ist ein Runenstein aus dem 11. Jahrhundert

    Die skandinavische Halbinsel wird erstmals in der Naturalis historia Plinius’ des Älteren aus den Jahren um 77 erwähnt. Er schreibt über Scatinavia, eine große Insel, auf der das Volk der Hillevionen lebt.[1] Manche sehen darin die erste Erwähnung der Schweden. Im Jahr 98 findet sich in Tacitus’ Germania eine Erwähnung der Suionen (Absatz 44), die angeblich „im Ozean selbst“ leben und eine mächtige Flotte haben. Auf der Weltkarte des Ptolemäus um 120 ist Skandinavien erstmals kartographisch erfasst. Im fünften Jahrhundert beschrieb Prokop die Insel Thule im Norden, die zehnmal größer als Britannien sei und auf der im Winter 40 Tage lang keine Sonne scheine.

    Während des frühen Mittelalters (um 800 bis 1000) beherrschten Wikinger die europäischen Meere und Küstengegenden. Schwedische Wikinger, auch Waräger genannt, orientierten sich vor allem Richtung Osten, nach Russland. Ab dem neunten Jahrhundert wirkten die auch Rus genannten Schweden am Aufbau der Kiewer Rus mit. Der erste Kontakt mit dem Christentum entstand durch die Missionstätigkeiten des heiligen Ansgars, des Erzbischofs von Hamburg und Bremen. Er unternahm um 830 und 853 zwei Missionsreisen nach Birka, dem wichtigsten Handelsplatz der Wikinger im Mälaren, die allerdings keinen Erfolg hatten. Im Jahr 1008 ließ Olof Skötkonung, König von Schweden, sich jedoch taufen. Doch bis ins 12. Jahrhundert waren weite Teile der Bevölkerung heidnisch. So wurde 1160 König Erik IX. von anti-christlichen Adligen nach dem Besuch der Messe ermordet.

     Gustav I. Wasa war von 1523 bis 1560 König von Schweden.

    Im Jahr 1397 bildete die dänische Königin Margarethe I. die Kalmarer Union. Durch Erbschaft und Heirat hatte sie zuvor die norwegische und schwedische Krone erlangt. Diese Vereinigung dreier Reiche unter dänischen Unionskönigen blieb bis 1523 bestehen, auch wenn die Durchsetzung der Zentralmacht letztlich nicht gelang. Die Kalmarer Union wurde immer mehr von inneren Kämpfen, besonders zwischen königlicher Zentralmacht und Hochadel, geprägt. Zu gewissen Zeiten waren die Unionskönige auch in Schweden anerkannt, aber dazwischen regierten der schwedische König Karl Knutsson (1448–1457, 1464–1465 und 1467–1470) beziehungsweise schwedische Reichsverweser. Der Konflikt kulminierte unter dem Reichsverweser Sten Sture dem Jüngeren. Der dänische Unionskönig Christian II. besiegte seine schwedischen Widersacher 1520 und ließ im November desselben Jahres über 80 Oppositionelle im sogenannten Stockholmer Blutbad hinrichten. Dies führte zum Aufruhr des Gustav Wasa, der 1521 zum Reichsverweser ernannt wurde, und dem endgültigen Zusammenbruch der Kalmarer Union. Im Jahr 1523 wurde Gustav I. Wasa zum König gewählt. Nach dem Volksaufstand litt das schwedische Reich unter hohen Schulden und Gustav I. sah sich nach Möglichkeiten zur Verbesserung der finanziellen Lage um. Dafür vergab er unter anderem ein Fischereimonopol an die Gävlefischer. Die Brüder Olavus und Laurentius Petri hatten in Deutschland Bekanntschaft mit Martin Luther gemacht. Die Opposition des Luthertums zu Klöstern schuf eine Gelegenheit zur Auffrischung der finanziellen Situation. Aus diesem Grund unterstützte der König die Gebrüder Petri. Da die Bevölkerung zunächst nicht in Kontakt mit dem protestantischen Gedankengut kam, wurde die Reformation schrittweise eingeführt. Viele Traditionen, die im deutschen Protestantismus aufgehoben werden sollten, wurden beibehalten. 1544 wurde Schweden zum evangelischen Reich erklärt.

     Skandinavien um 1730Aktie der Ahlingsåhs Manufactur-Societet vom 31. Dezember 1728 über 100 Taler Silbermünze, ausgestellt auf den bedeutenden Industriepionier Jonas Alström (1751 unter dem Namen Alströmer in den Adelstand erhoben). Zu den Financiers seiner Ahlingsåhs-Textilmanufaktur gehörte u. a. der schwedische König Friedrich von Hessen-Kassel. Das Zertifikat ist die älteste bekannte schwedische Aktie. Aktie der Ahlingsåhs Manufactur-Societet vom 31. Dezember 1728 über 100 Taler Silbermünze, ausgestellt auf den bedeutenden Industriepionier Jonas Alström (1751 unter dem Namen Alströmer in den Adelstand erhoben). Zu den Financiers seiner Ahlingsåhs-Textilmanufaktur gehörte u. a. der schwedische König Friedrich von Hessen-Kassel. Das Zertifikat ist die älteste bekannte schwedische Aktie. (Ansicht: Erste und zweite Seite des Doppelblattes)[2]

    Vor allem das 17. Jahrhundert der schwedischen Geschichte ist geprägt von Versuchen seitens des Königshauses, eine Hegemonialstellung in Europa zu erlangen. Durch den Bürgerkrieg in Russland konnte Schweden die Kontrolle über Estland erlangen. Von 1611 bis 1613 fochten Dänemark und Schweden den Kalmarkrieg aus, der zu einem Sieg der Dänen und der Abgabe der Finnmark an das unter dänischer Herrschaft stehende Norwegen führt. Später schaltete sich Gustav II. Adolf aktiv in den Dreißigjährigen Krieg ein und eroberte weite Teile Norddeutschlands, darunter Vorpommern, das Erzbistum Bremen und das Bistum Verden. 1632 fiel er allerdings in der Schlacht bei Lützen. 1648 erlangte Schweden im Westfälischen Frieden große Küstengebiete auf dem Boden des Heiligen Römischen Reichs. Nach einem Krieg gegen Dänemark kam 1658 im Frieden von Roskilde das heutige Südschweden einschließlich des wichtigen Schonen hinzu. Ein jähes Ende fanden die Großmachtträume unter Karl XII., der im Großen Nordischen Krieg von den Russen und den Dänen geschlagen wurde. Schweden musste daraufhin seine Besitzungen im Baltikum abgeben. In diese Zeit fallen auch verschiedene Kolonialisierungsbestrebungen außerhalb Europas. Diese umfassten die Gründung von schwedischen Niederlassungen und Kolonien in Nordamerika (1638–1655) und Westafrika (1650–1659), scheiterten letztlich aber.

    Schweden ab 1800

    Nach dem Verlust Finnlands an das russische Zarenreich 1809 und den Napoleonischen Kriegen, in deren Folge Schweden von Dänemark das Königreich Norwegen abgetreten bekam, endete die schwedische Verwicklung in Kriege und größere Kampfhandlungen. Die oft beschworene schwedische Neutralitätspolitik nahm ihren Anfang. Sie war bis ins 20. Jahrhundert hinein jedoch nie eine offizielle politische Doktrin, sondern mehr Ausdruck pragmatischer Politik. So war man versucht (und hatte jeweils auch bereits mobilisiert), in der Schleswig-Holsteinischen Erhebung (1848–1851) und im Deutsch-Dänischen Krieg (1864) um das Herzogtum Schleswig und Südjütland auf Seiten Dänemarks einzugreifen sowie Norwegens Unabhängigkeitserklärung von Schweden 1905 militärisch zu verhindern. Weitere Krisensituationen ergaben sich für Schweden insbesondere im Zweiten Weltkrieg, als man im sogenannten Winterkrieg zwischen Finnland und der Sowjetunion 1939/1940 Finnland mit Freiwilligen und Hilfsgütern unterstützte, sowie nach dem deutschen Überfall auf Dänemark und Norwegen mit dem Unternehmen Weserübung.

    Im Juli 1945 löste eine sozialdemokratische Alleinregierung die Koalitionsregierung ab, zunächst weiterhin unter Per Albin Hansson, nach dessen Tod im Oktober 1946 unter Tage Erlander. In den folgenden Jahren wurde die durch den Krieg unterbrochene soziale Reformarbeit wieder aufgenommen und es entstand ein moderner Wohlfahrtsstaat nach den Grundsätzen des bereits genannten schwedischen Modells. Parallel mit dem Ausbau des Sozialsystems arbeitete man auch an einer Verfassungsreform, die in den 1970er Jahren durch mehrere Grundgesetze schrittweise verwirklicht wurde (siehe Verfassung von Schweden).

    Nach der Empfehlung einer Aufnahme des Landes zu den Vereinten Nationen durch die Resolution 8 des UN-Sicherheitsrates trat es am 19. November 1946 der Internationalen Gemeinschaft bei.

    Am 3. September 1967, dem Dagen H, wurde der Verkehr von Linksverkehr auf Rechtsverkehr umgestellt. Verkehrsminister war zu dem Zeitpunkt Olof Palme, der 1969 Premierminister Erlander im Amt ablöste. Palme prägte in den kommenden Jahren das Bild Schwedens im Ausland durch seine engagierte Außenpolitik: durch seine harte Kritik am Vietnamkrieg, als UNO-Vermittler im Iran-Irak-Krieg und durch seine internationalen Abrüstungsinitiativen. Innenpolitisch begegnete er mehreren Schwierigkeiten. Einerseits erschwerten die Verfassungsreform und die neue parlamentarische Situation nach der Wahl von 1970 eine stabile Zusammenarbeit über die Blockgrenzen hinweg, andererseits überschatteten wirtschaftliche Probleme, vor allem nach der Ölkrise 1973, die soziale Reformarbeit. Zudem führte die Wahl von 1973 zu einem Patt im Parlament: Regierung und Opposition erhielten je 175 Mandate. Oft wurden Abstimmungen im Reichstag daher per Losentscheid entschieden. Die Atomkraftdebatte entzweite die Sozialdemokraten und brachte einen neuen politischen Faktor ins Spiel, die Umweltpolitik und die grüne Bewegung, und die gewerkschaftliche Forderung nach Einführung von Arbeitnehmerfonds verschärfte die Gegensätze zu den bürgerlichen Parteien. Nach der Wahlniederlage der Sozialdemokraten am 19. September 1976 wurde Schweden von verschiedenen bürgerlichen Koalitionen regiert, bis Palme 1982 wieder als Ministerpräsident einer sozialdemokratischen Regierung an die Macht kam.

    In Schweden wurden ab den 1960ern bis ins 21. Jahrhundert 60.000 Kinder aus mehr als 100 Ländern adoptiert, davon alleine etwa 9000 aus Südkorea – manche wurden von ihren Eltern oder Verwandten verkauft, andere gar gestohlen.[3] In den 1960er Jahren erlebte Schweden eine Einwanderungswelle, primär aus anderen europäischen Ländern, wie aus Deutschland, Italien, Jugoslawien sowie auch der Türkei.[4] Im Jahr 1969 überstieg die schwedische Bevölkerung acht Millionen.[5] In den 1980er Jahren gab es einen Anstieg von Asylbewerbern aus dem Irak, Iran, Libanon, Eritrea und zum Teil auch aus Südamerika.[6]

    Mit der U-Boot-Krise wird seit 1980 das Auftauchen sogenannter „unbekannte Tauchobjekte“ vor der Küste bezeichnet. Am 27. Oktober 1981 strandete das sowjetische U-Boot U-137 vor der Marinebasis Karlskrona – mitten in der militärischen Verbotszone. Die Havarie löste eine U-Boot-Panik aus. Der sowjetische Kapitän Guschtschin behauptete, sämtliche Navigationsinstrumente seien ausgefallen. Die näheren Hintergründe blieben ungeklärt.

    Die Sozialdemokraten waren stark von den neoliberalen Ideen aus den USA und Großbritannien beeinflusst worden. Unter dem neuen Finanzminister Kjell-Olof Feldt entbrannten heftige Debatten über neoliberale Reformen des Sozialstaates. Der Konflikt entzündete sich vor allem zwischen Feldt und dem Vorsitzenden des Gewerkschaftsbundes (LO), Stig Malm. Dieser „Krieg der Rosen“ führte letztlich zum Abgang von Feldt im Jahr 1990.

    Nach Palmes Ermordung 1986 übernahm Ingvar Carlsson die Regierung und führte dessen Politik in allen wichtigen Punkten weiter. Gleichzeitig verursachte die Ermordung Palmes einen derartigen Schock, der zu einer großen Stille in der politischen Auseinandersetzung führte. Ein politischer Machtwechsel vollzog sich 1991 mit dem Wahlverlust der Sozialdemokraten. Carl Bildt, der einen Systemwechsel im Sinne neoliberaler Ideen gefordert hatte, bildete eine Koalitionsregierung bürgerlicher Parteien und begann, diese Ideen zu verwirklichen. Die Periode wird durch fortdauernde (bereits im Jahr 1990 angefangene) Wirtschaftskrise (von 1990 bis 1994 sank das Pro-Kopf-Einkommen um etwa zehn Prozent[7]) und damals für notwendig gehaltene wirtschaftliche Umgestaltungen gekennzeichnet.

    Am 28. September 1994 sank die MS Estonia, als das Schiff auf dem Weg von Tallinn (Estland) nach Stockholm (Schweden) die Ostsee überquerte. Bei der Katastrophe kamen 852 Menschen ums Leben (501 davon waren Schweden[8]); es war eine der schlimmsten Seekatastrophen des 20. Jahrhunderts.[9]

    Bei der Reichstagswahl 1994 gewannen die Sozialdemokraten erneut und Ingvar Carlsson bildete eine Minderheitsregierung. 1996 übergab er seine Amtsgeschäfte an Göran Persson. Die Politik der folgenden Jahre konzentrierte sich auf eine Stabilisierung der öffentlichen Finanzen, was tiefe Eingriffe in das Sozialsystem zur Folge hatte. Trotz der dadurch verursachten Unzufriedenheit konnte die Sozialdemokratie in den Wahlen von 1998 und 2002 ihre Regierungsposition aufgrund der Unterstützung durch die Linkspartei und den Grünen behaupten.

    1995 trat Schweden der Europäischen Union bei (siehe Erweiterung der Europäischen Union). Der Beitritt erfolgte nach einer Volksabstimmung am 13. November 1994, bei der 52,3 % für einen Beitritt gestimmt hatten.[10] Diese Volksabstimmung, aber auch die folgenden Wahlen und Meinungsumfragen zeigten, dass eine weitverbreitete Skepsis gegenüber der EU herrscht. Daher entschloss sich Schweden schon 1997, nicht an der Währungsunion teilzunehmen. Im Herbst 2003 wurde diese Frage dem Volk zur Abstimmung vorgelegt. Eine Mehrheit der Bevölkerung stimmte gegen die Einführung des Euro. Das Referendum wurde von der Ermordung der Außenministerin Anna Lindh wenige Tage davor überschattet, die von vielen als Nachfolger Perssons gesehen worden war.

    Die ersten Jahrzehnte des 21. Jahrhunderts sind in Schweden unter anderem geprägt von Zuwanderung und einer teilweise fehlgeschlagenen Integration, was in dem Land zu gesellschaftlicher Polarisierung, Unruhen und einem Anstieg der Jugend-, Banden- und Clan-Kriminalität führte und es anfällig für Islamistischen Terrorismus bzw. islamistisch motivierte Attentate machte.[11][12][13][14] Beispielhaft sind die Unruhen in Rosengård, die Unruhen in Stockholm im Jahr 2013 oder die durch Koranverbrennungen im Jahr 2023 provozierte Terrorgefahr.[15] In der Zwischenzeit hatte Schweden vor- und während der Flüchtlingskrise in Europa in den Jahren 2015/2016 mit die meisten Migranten aufgenommen.[16] Diese kamen aus dem islamisch geprägten Nahen- und Mittleren Osten und aus Afrika. Die knapp 200.000 nach Schweden eingewanderten Syrer wurden infolge der Flüchtlingskrise zu der größte Einwohnergruppe ohne schwedische Staatsangehörigkeit.[17] Die Einwanderung aus Vorder- und Zentralasien und Afrika hatte in Schweden jedoch bereits in den 2000er Jahren eingesetzt. Herkunftsländer waren Irak, Afghanistan oder auch Somalia.[18] In den ersten zwei Jahrzehnten des 21. Jahrhunderts war der Anteil der in Schweden lebenden Menschen mit Migrationshintergrund (im Ausland geboren oder ausländische Eltern) von 14,5 Prozent an der Gesamtbevölkerung[19] auf 26 % der Gesamtbevölkerung angestiegen.[20]

    Nach Angaben des schwedischen Statistikamts überstieg die Bevölkerungsanzahl im Jahr 2017 die 10 Millionen Marke. Die neun Millionen Marke war im Jahr 2004 erreicht worden. Die Erhöhung der Bevölkerungszahl um eine Million ist zu drei vierteln auf Zugewanderte zurückzuführen. Vor 2004 hatte es 35 Jahre gebraucht, bis die Bevölkerung von acht auf neun Millionen angestiegen war.[5]

    Im Jahr 2021 wurde Magdalena Andersson Schwedens erste Ministerpräsidentin. Im Jahr darauf wurde sie von Ulf Kristersson abgelöst.

    Buch 4,96. "Svenska aktiebrev - före 1850, Swedish Share Certificates before 1850, Schwedische Aktien - vor 1850" (Stockholm, 1991), ISBN 91-630-0421-6, Seiten 16 bis 19 Fiona Ehlers: (S+) Schweden: Wie das Land seine Adoptionsskandale aufarbeitet. In: Der Spiegel. 15. Januar 2023, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 16. Januar 2023]). Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag; kein Text angegeben für Einzelnachweis mit dem Namen :4. ↑ a b Nu är vi 10 miljoner invånare i Sverige. In: scb.se (archive.org). 24. Januar 2017, abgerufen am 21. Oktober 2023. Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag; kein Text angegeben für Einzelnachweis mit dem Namen :5. The Rise and Fall of the Swedish Model. (Memento vom 10. September 2013 im Webarchiv archive.today) Sweden pays tribute to Estonia disaster victims. In: thelocal.se. 28. September 2014, abgerufen am 20. Oktober 2023 (englisch). Jon Henley, Jon Henley Europe correspondent: Estonia ferry disaster inquiry backs finding bow door was to blame. In: The Guardian. 23. Januar 2023, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 20. Oktober 2023]). Wolfram Kaiser, Pekka Visuri, Cecilia Malmström, Arve Hjelseth, Ola Listhaug, Anders Todal Jenssen: Die EU-Volksabstimmungen in Österreich, Finnland, Schweden und Norwegen: Verlauf, Ergebnisse, Motive und Folgen. In: Institut für Höhere Studien, Reihe Politikwissenschaft Nr. 23. University of Pittsburgh, Archive of European Integration, abgerufen im März 1995. Terroranschlag in Stockholm - "Polarisierung in Schweden deutlich zu spüren". In: deutschlandfunk.de. 8. April 2017, abgerufen am 20. Oktober 2023. Terrorgefahr in Schweden: «Die Gangs sind ein Auffangnetz für Jihad-Rückkehrer». In: nzz.ch. 6. September 2023, abgerufen am 20. Oktober 2023. Anna-Sophie Schneider: (S+) Schweden: Warum eskaliert die Bandenkriminalität? In: Der Spiegel. 29. September 2023, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 20. Oktober 2023]). Niklas Franzen: Schweden: Wie das Land zum Schauplatz blutiger Bandenkriege wurde. In: Der Spiegel. 31. Dezember 2023, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 31. Dezember 2023]). Nach Koranverbrennungen: Schweden erhöht Terrorwarnstufe. In: tagesschau.de. 20. Oktober 2023, abgerufen am 20. Oktober 2023. Süddeutsche Zeitung: Flüchtlinge: Sogar in Schweden kippt die Stimmung. 26. Oktober 2015, abgerufen am 20. Oktober 2023. Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag; kein Text angegeben für Einzelnachweis mit dem Namen :3. Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag; kein Text angegeben für Einzelnachweis mit dem Namen :6. Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag; kein Text angegeben für Einzelnachweis mit dem Namen :7. Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag; kein Text angegeben für Einzelnachweis mit dem Namen :8.
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  • Sicherheit
     
    Elche sind eine besondere Verkehrsgefahr in Schweden

    Schweden hat zwar den Ruf eines sicheren Landes, aber die Kriminalitätsrate steigt auch hier. Man sollte daher ein Mindestmaß an "gesundem Misstrauen" an den Tag legen. Die POLIZEI (swe. Polis/Polisen) ist unter der Notrufnummer 112 erreichbar.

    Das Überqueren der Straße bei roter Fußgängerampel ist durchaus üblich - ist aber auch in Schweden verboten.

    Beim Autofahren in ländlichen Gebieten sollte man besonders auf Elche achten, die ohne Beachtung des Verkehrs die Straßen überqueren. Wegen des großen Gewichts der Tiere und der Tatsache, dass sie ihren Schwerpunkt über der Kühlerhaube haben, gehen die Kollisionen selten glimpflich aus. Einheimische fahren deshalb oft langsamer als die erlaubte Höchstgeschwindigkeit.

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