ישראל
IsraelKontext von Israel
Israel (hebräisch ישראל Jisra'el; arabisch إِسْرَائِيل ʾIsrāʾīl), amtlich Staat Israel (hebräisch Medinat Jisra'el), ist ein Staat in Vorderasien an der Ostküste des Mittelmeers. Israel ist der einzige Staat der Erde mit mehrheitlich jüdischer Bevölkerung und versteht sich gemäß seinem Nationalstaatsgesetz als „Nationalstaat des jüdischen Volkes“. De facto ist Israel ein multiethnischer Staat, in dem ein erheblicher Teil der Bevölkerung (rund ein Viertel) Nichtjuden sind.
Israel gehört geographisch zum Maschrek und grenzt an den Libanon, Syrien, Jordanien, Ägypten sowie an den Gazas…Weiterlesen
Israel (hebräisch ישראל Jisra'el; arabisch إِسْرَائِيل ʾIsrāʾīl), amtlich Staat Israel (hebräisch Medinat Jisra'el), ist ein Staat in Vorderasien an der Ostküste des Mittelmeers. Israel ist der einzige Staat der Erde mit mehrheitlich jüdischer Bevölkerung und versteht sich gemäß seinem Nationalstaatsgesetz als „Nationalstaat des jüdischen Volkes“. De facto ist Israel ein multiethnischer Staat, in dem ein erheblicher Teil der Bevölkerung (rund ein Viertel) Nichtjuden sind.
Israel gehört geographisch zum Maschrek und grenzt an den Libanon, Syrien, Jordanien, Ägypten sowie an den Gazastreifen und das Westjordanland. Die Hauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt Israels ist Jerusalem; jedoch erkennen die Vereinten Nationen und die Mehrheit ihrer Mitgliedstaaten Jerusalem nicht als israelische Hauptstadt an, da Teile der heutigen Stadt auf 1967 im Sechstagekrieg von Israel besetztem und später annektiertem Gebiet liegen. Der größte Ballungsraum ist Gusch Dan um die am Mittelmeer gelegene Metropole Tel Aviv-Jaffa.
Das Gebiet des heutigen Israel gilt als Wiege des Judentums (inklusive der Samaritaner) und der beiden jüngeren abrahamitischen Religionen (Christentum und Islam). Israelitische Königreiche bestanden von ca. 1000 bis 587 v. Chr. (Israel bis 722, Juda bis 587); danach geriet das Gebiet unter die Herrschaft der Babylonier, Perser sowie Alexanders des Großen (ab 332 v. Chr.) und der ihm nachfolgenden Diadochen. Nach einer Phase der erneuten Unabhängigkeit unter den Hasmonäern (ab 165 v. Chr.) stand es seit 63 v. Chr. nacheinander unter römischer, byzantinischer, sassanidischer, arabischer, osmanischer und britischer Herrschaft. Die dort seit rund 3000 Jahren ansässigen Juden (nach biblischem Sprachgebrauch Israeliten oder Hebräer) wurden im Laufe der Geschichte mehrmals vertrieben oder zur Emigration gedrängt (jüdische Diaspora). Vom ausgehenden 19. Jahrhundert an bestanden unter europäischen Juden nicht zuletzt aufgrund des in Europa zunehmenden Antisemitismus (Dreyfus-Affäre, Pogrome in Osteuropa usw.) Bestrebungen, im damals osmanischen Palästina einen jüdischen Staat zu errichten (Zionismus). Ein Grundstein wurde dafür auf dem ersten Zionistenkongress 1897 in Basel unter der Führung Theodor Herzls gelegt. Der Plan einer Staatsgründung nahm durch die britische Balfour-Deklaration von 1917 konkretere Formen an. Von 1920 bis 1948 bestand das Völkerbundsmandat für Palästina, das nach der Auflösung des Osmanischen Reiches Großbritannien übertragen worden war. Eine verstärkte jüdische Einwanderung und der Aufbau protostaatlicher Strukturen führten zu ersten Konflikten mit der arabischen Bevölkerung. Der UN-Teilungsplan für Palästina von 1947 hatte das Ziel, diese zu befrieden, doch wurde er von arabischer Seite abgelehnt, da die Teilung mit einem erheblichen territorialen Verzicht zu Ungunsten der Araber verbunden war. Während des Palästinakriegs erfolgte am 14. Mai 1948 die israelische Unabhängigkeitserklärung. Die folgenden Jahrzehnte sind vom andauernden arabisch-israelischen Konflikt geprägt, der weiterhin nicht gelöst ist (siehe z. B. Zweistaatenlösung).
Das politische System Israels basiert auf einem parlamentarischen Regierungssystem. Regierungschef ist der von der Knesset eingesetzte Ministerpräsident; das Staatsoberhaupt ist der Staatspräsident, der überwiegend repräsentative Aufgaben erfüllt. Israel ist als freiheitlich-demokratischer Rechtsstaat mit einem ausgeprägten Sozialstaat verfasst; das Land wird oft als die „einzige Demokratie im Nahen Osten“ bezeichnet. Der überwiegend zentralistisch verwaltete israelische Staat ist in sechs Bezirke unterteilt, und diese sind wiederum in 71 Städte, 141 Gemeinden und 53 Regionalverbände (Zusammenschlüsse kleinerer Ortschaften zu Verwaltungsgemeinschaften) gegliedert.
Das dicht besiedelte Land hat 2023 etwa 10 Mio. Einwohner, davon ca. 7,2 Mio. Juden (73 %), 2,1 Mio. muslimische und christliche Araber (21 %) und weitere rund 490.000 Einwohner, darunter insbesondere einige im Land beheimatete Minderheiten wie christliche Aramäer, Samaritaner, Armenier, Tscherkessen und Roma. Das Rückkehrgesetz gestattet es allen Juden der Erde, sich in Israel niederzulassen. Seit etwa 1990 leben auch zunehmend legale asiatische und osteuropäische Arbeitsmigranten sowie illegale Einwanderer aus Afrika im Land.
Die jüdische Bevölkerung setzt sich aus Aschkenasim, Mizrachim, Sephardim, Falaschen und jemenitischen Juden zusammen, doch ist eine zunehmende Verschmelzung dieser Gruppen zu beobachten. Die Mehrheit der arabischen Israelis sind Muslime, eine Minderheit bilden arabische Christen und Drusen.
Trotz widriger äußerer Umstände (exponierte geografische Lage, Kriege mit den Nachbarstaaten, begrenzte Wasser- und Rohstoffvorkommen, Abhängigkeit von ausländischem Kapital) ist es Israel gelungen, einen hoch entwickelten Wirtschafts- und Wissenschaftssektor aufzubauen. Die israelische Wirtschaft ist von einer fortschrittlichen intensiven Landwirtschaft und einer spezialisierten, stark exportorientierten Industrie geprägt. Wichtige Industriesektoren sind die Diamantenverarbeitung, die chemische und pharmazeutische Industrie sowie die Halbleitertechnik; im Dienstleistungssektor sind vor allem die Finanzwirtschaft, die Softwareentwicklung und der Tourismus nennenswert. Von wachsender Bedeutung ist die High-Tech-Industrie. Das Land hat die höchsten Ausgaben für Forschung und Entwicklung pro Einwohner und die höchste Dichte an Start-ups weltweit.
Der Staat Israel ist seit 2010 Mitglied der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Nach dem Index der menschlichen Entwicklung (HDI) befindet er sich auf Platz 19 (Platz 1 im Nahen Osten, Platz 3 in Asien, Stand 2020). Im Jahr 2023 schätzte der Internationale Währungsfonds Israels Pro-Kopf-BIP auf 58.270 US-Dollar weltweit auf Platz 13, was es zu einem der reichsten Industrieländer macht. In Bezug auf das durchschnittliche Vermögen pro Erwachsenem, Innovation und Lebenserwartung liegt es im Nahen Osten an erster Stelle. Laut Global Finance lag Israel im Jahr 2022 auf Platz 6 der technologisch fortschrittlichsten Länder.
Mehr über Israel
- Währung Schekel
- Ursprünglicher Name ישראל
- Anrufcode +972
- Internet Domäne .il
- Mains voltage 230V/50Hz
- Democracy index 7.84
- Bevölkerung 9840000
- Fläche 20770
- Fahrseite right
- SicherheitSicherheit
Hinweisschild: Frauen die dieses jüdische Wohnviertel betreten haben sich züchtig anzuziehen.SicherheitWeniger lesenGrundsätzliche HinweiseSicherheit
Hinweisschild: Frauen die dieses jüdische Wohnviertel betreten haben sich züchtig anzuziehen.Es wird kaum jemanden geben, der sich im Vorfeld eines Urlaubs in Israel nicht mit dem Thema „Sicherheit“ auseinandersetzt. Kann man gefahrlos in dieses Land und vielleicht sogar in die palästinensischen Autonomiegebiete reisen? Fast jeder wird vor der Reise von irgendwelchen wohlmeinenden Bekannten zu hören bekommen: „muss es gerade Israel sein? Hast Du keine Angst, dorthin zu fahren? Was ist mit den Anschlägen?“ Wenn man bis zu diesem Punkt nicht schon beunruhigt ist, ist man es vermutlich spätestens dann, wenn man die ersten Sicherheitskontrollen und die starke Polizei- und Militärpräsenz im Land erlebt.
Wie gefährlich ist eine Reise nach Israel? Eine pauschale Antwort ist schwierig, auf jeden Fall ist eine Reise nach Israel weniger gefährlich, als es mit dem Blick von Mitteleuropa aus scheinen mag. Einige Überlegungen machen diese Beurteilung plausibel; sie sollen die potentiellen Gefahren nicht verharmlosen oder negieren, allerdings das eine oder andere Vorurteil etwas zurechtrücken:
Das Bild Israels und der palästinensischen Autonomiegebiete wird stark durch die Nachrichtenmeldungen bestimmt. Während man in der Tagespresse über das normale Alltagsleben in Israel kaum etwas hört, wird jeder Vorfall verbucht als "schon wieder ein Zusammenstoß, schon wieder ein Anschlag...". Die Vorkommnisse, die es in die Nachrichtenschlagzeilen schaffen, dominieren das Bild des Landes insgesamt. Die Gefährdung durch Anschläge ist faktisch geringer als oft angenommen wird. In den letzten Jahren seit Errichtung des Sicherheitszaunes (oder der "Sperrmauer") zum Westjordanland gab es im israelischen Kernland fast keine Anschläge. Die Gefahr, durch einen Verkehrsunfall ums Leben zu kommen, liegt indessen etwa auf europäischem Niveau - im Jahr sterben fast so viele Menschen auf Israels Straßen, wie bei all den bisherigen Anschlägen zusammen. Viele Zusammenstöße sind lokal und zeitlich begrenzt und in ihren Ausmaßen oft kaum gravierender als hierzulande Zusammenstöße zwischen der Polizei und Autonomen oder Fußballfans. Es kann einem passieren, dass man an der Rezeption eines Hotels in Jerusalem nach einem Vorfall aus der Vorwoche fragt, über den in den Nachrichten in der Heimat berichtet wurde, dass der Gefragte erst kurz überlegen muss, ob da was gewesen war (und wenn ja, was)...Um nicht missverstanden zu werden: Labiler als in Europa ist die Lage tatsächlich. Spannungen zwischen palästinensischen Arabern und extremistischen Israelis können jederzeit eskalieren, beide Seiten sind oftmals nicht an einer Deeskalation interessiert, sondern erhoffen sich dank Provokationen mediale Aufmerksamkeit vor allem in der eigenen Interessengruppe. Die Gefahr von Anschlägen ist weiterhin nicht völlig gebannt. Daher sollte man im Vorfeld vor allem einer privat organisierten Israelreise die allgemeine Entwicklung in der Region beobachten und sich auf den entsprechenden Websites des Aussenministeriums des Heimatlands kundig machen.
Sicherheit im LandIsrael ist nicht grundsätzlich unsicher, sonst wäre das Land nicht das Ziel vieler Touristen.[1] Die eigene Sicherheit im Land kann man allerdings noch etwas verbessern, wenn man gewisse Grundregeln beachtet:
Folgen Sie den Anweisungen des Sicherheitspersonals. Arbeiten Sie mit den Sicherheitsdiensten zusammen, auch wenn Kontrollen und Befragungen ungewohnt und unangenehm sein können. Meiden Sie, soweit möglich, große Menschenansammlungen. Bei in Gewalt ausartendenden Demonstrationen orthodoxer Juden oder Palästinenser kann es zum Einsatz scharfer Munition durch die Armee kommen. Lassen Sie unnötige Provokationen! Ein Spaziergang mit Israelflagge in den arabischen Vierteln Hebrons ist genauso unangebracht, wie ein Palästinensertuch an der Westmauer, auch wenn letztere Provokation keine Gefahr für Leib und Leben darstellt. Sollten Sie Ihre Reise selbst organisiert haben und zu einer Zeit im Land sein, in der die Situation unruhig ist, dann informieren Sie sich regelmäßig über die aktuelle Lage und meiden sie Krisenherde. Tagesaktuelle Nachrichten gibt es im Internet auf den englischen Websites der grössten Tageszeitungen des Landes. Zur Not kann man in den Tourismusbüros und in der jeweiligen Unterkunft nach aktuellen Entwicklungen fragen.Gut zu wissen: Nachdem sich Aggressionen vorrangig gegen die jeweils andere Seiten richten und beide Seiten vom Tourismus profitieren, ist es manchmal nicht unbedingt das Schlechteste, wenn man als Tourist(in) erkennbar ist.
Generell gilt: Abgesehen vom Gazastreifen kann man praktisch das ganze Land und auch das Westjordanland ohne besondere Gefahren bereisen. Ausnahme: Im Grenzgebiet zum Gazastreifen (z.B. in der Gegend um Sderot) kommt es immer wieder zu Raketenangriffen von Hamas - Aktivisten, sodass man das unmittelbare Grenzgebiet in Zeiten verstärkter Aggressionen meiden oder sich wenigstens über die aktuelle Lage informieren sollte. Reisen in den Gazastreifen sind derzeit (2019) nicht möglich.
↑ Im Jahr 2018 werden nach Berichten der Jerusalem Post etwa vier Millionen Touristen das Land besuchen