مصر
ÄgyptenKontext von Ägypten
Ägypten (bundesdeutsches Hochdeutsch [ɛˈɡʏptn̩], österreichisches und Schweizer Hochdeutsch [ɛˈɡɪptn̩]; arabisch مصر Miṣr, offiziell Arabische Republik Ägypten) ist ein Staat im nordöstlichen Afrika mit mehr als 112 Millionen Einwohnern und einer Fläche von mehr als einer Million Quadratkilometern. Die Megastadt Kairo ist ägyptische Hauptstadt und die größte Metropole Afrikas und Arabiens. Der Ballungsraum „Größeres Kairo“ ist eine der bevölkerungsreichsten Stadtregionen der Erde. Weitere Millionenstädte des Landes sind Alexandria und Gizeh. Hinsichtlich der Wirtschaftsleistung beim BIP pro Kopf (nominal) liegt Ägypte…Weiterlesen
Ägypten (bundesdeutsches Hochdeutsch [ɛˈɡʏptn̩], österreichisches und Schweizer Hochdeutsch [ɛˈɡɪptn̩]; arabisch مصر Miṣr, offiziell Arabische Republik Ägypten) ist ein Staat im nordöstlichen Afrika mit mehr als 112 Millionen Einwohnern und einer Fläche von mehr als einer Million Quadratkilometern. Die Megastadt Kairo ist ägyptische Hauptstadt und die größte Metropole Afrikas und Arabiens. Der Ballungsraum „Größeres Kairo“ ist eine der bevölkerungsreichsten Stadtregionen der Erde. Weitere Millionenstädte des Landes sind Alexandria und Gizeh. Hinsichtlich der Wirtschaftsleistung beim BIP pro Kopf (nominal) liegt Ägypten auf Platz 119 von 194 Ländern (2022). Es hat als interkontinentaler Staat eine Landbrücke vom größeren afrikanischen Teil nach Asien, zur Sinai-Halbinsel. Die Mehrheit der Ägypter, etwa 90 Prozent, sind sunnitische Muslime. Die wichtigste christliche Minderheit sind die Kopten mit circa fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung. Landessprache ist Ägyptisch-Arabisch, welche aufgrund der kulturellen Bedeutung Ägyptens in der arabischen Welt, besonders wegen des Films und Gesangs, über die nationalen Sprachgrenzen hinaus verstanden wird.
Ägypten hat vor allem wegen seiner hohen Bevölkerungszahl eine enorme politische und kulturelle Ausstrahlung in der arabischen und islamischen Welt. Aber auch in der Geschichte der Zivilisation der Menschheit hatte es eine große Bedeutung, wovon viele Ausgrabungen und antike architektonische Sehenswürdigkeiten zeugen. Hier entstand bereits um 3000 v. Chr. mit dem Alten Ägypten eine der frühen Hochkulturen der Alten Welt. Das Land am Nil erlebte nach der Pharaonenzeit eine wechselvolle Geschichte von vielen Fremdherrschaften, bis es 1922 wieder seine Selbstständigkeit erlangte. Aber auch jetzt endeten die Machtkämpfe um Ägypten nicht, sie gingen im Innern weiter. Die Proteste des Arabischen Frühlings erfassten 2011 auch Ägypten. Darauf folgte die Staatskrise 2013/14.
Mehr über Ägypten
- Währung Ägyptisches Pfund
- Ursprünglicher Name مصر
- Anrufcode +20
- Internet Domäne .eg
- Mains voltage 220V/50Hz
- Democracy index 2.93
- Bevölkerung 114535772
- Fläche 1010407
- Fahrseite right
- Sicherheit
Für viele Sehenswürdigkeiten gibt es weiträumige Straßensperren, und Baudenkmäler und Bahnhöfe werden von Polizisten oder Soldaten bewacht. Dies gilt auch für das Ägyptische Museum in Kairo. An zahlreichen Eingängen, z. B. in Hotels oder an Metro-Stationen, befinden sich Gepäckscanner. An zahlreichen Stellen im Land gibt es Polizei- oder Militärposten. Für diese Posten gibt es ein Fotografieverbot, das auch von Sicherheitskräften überwacht wird.
Mit weiteren Anschlägen ist zu rechnen. Sicher besteht momentan kein Grund zur Panik, aber man sollte die politische Lage beobachten. Hierzu kann man auch die ausländischen Vertretungen bzw. die Fremdenverkehrsämter in den Heimatländern kontaktieren.
Das Auswärtige Amt weist auf ein steigendes Anschlags- und Entführungsrisiko hin. Ziel der Anschläge sind häufig Sicherheitskräfte, aber auch zivile Einrichtungen. Auf einheimische Kopten, den orthodoxen Christen Ägyptens, werden gelegentlich Anschläge muslimischer Extremisten verübt. Immer lauter hört man den Wunsch der Kopten, dass europäische Christen doch den Pilgerweg entlang der Fluchtroute der heiligen Familie in Ägypten wiederbeleben sollen, um die ägyptischen Christen zu unterstützen.
Das Auswärtige Amt weist auch darauf hin, dass kritische Äußerungen über Ägypten und politische Kommentare auch in den sozialen Medien als strafbare Beleidigung und Diffamierung Ägyptens oder des Staatspräsidenten bzw. als strafbares „Verbreiten falscher Nachrichten“ angesehen werden und eine Strafverfolgung nach sich ziehen können.
Ein selten angesprochenes Problem stellen Streitigkeiten zwischen verschiedenen Familienclans dar, die auch mit Waffengewalt ausgetragen werden. Derartiges ist aus den Gouvernements Sōhāg und Qinā bekannt, könnte aber auch an anderen Stellen Ägyptens auftreten. Die Polizei ist hier eher machtlos. Man mische sich in keinem Fall in derartige Streitigkeiten ein! Das Problem existiert nicht erst seit der 25.-Januar-Revolution 2011, tritt nun aber aufgrund fehlender Polizeipräsenz stärker auf.
…WeiterlesenSicherheitWeniger lesenFür viele Sehenswürdigkeiten gibt es weiträumige Straßensperren, und Baudenkmäler und Bahnhöfe werden von Polizisten oder Soldaten bewacht. Dies gilt auch für das Ägyptische Museum in Kairo. An zahlreichen Eingängen, z. B. in Hotels oder an Metro-Stationen, befinden sich Gepäckscanner. An zahlreichen Stellen im Land gibt es Polizei- oder Militärposten. Für diese Posten gibt es ein Fotografieverbot, das auch von Sicherheitskräften überwacht wird.
Mit weiteren Anschlägen ist zu rechnen. Sicher besteht momentan kein Grund zur Panik, aber man sollte die politische Lage beobachten. Hierzu kann man auch die ausländischen Vertretungen bzw. die Fremdenverkehrsämter in den Heimatländern kontaktieren.
Das Auswärtige Amt weist auf ein steigendes Anschlags- und Entführungsrisiko hin. Ziel der Anschläge sind häufig Sicherheitskräfte, aber auch zivile Einrichtungen. Auf einheimische Kopten, den orthodoxen Christen Ägyptens, werden gelegentlich Anschläge muslimischer Extremisten verübt. Immer lauter hört man den Wunsch der Kopten, dass europäische Christen doch den Pilgerweg entlang der Fluchtroute der heiligen Familie in Ägypten wiederbeleben sollen, um die ägyptischen Christen zu unterstützen.
Das Auswärtige Amt weist auch darauf hin, dass kritische Äußerungen über Ägypten und politische Kommentare auch in den sozialen Medien als strafbare Beleidigung und Diffamierung Ägyptens oder des Staatspräsidenten bzw. als strafbares „Verbreiten falscher Nachrichten“ angesehen werden und eine Strafverfolgung nach sich ziehen können.
Ein selten angesprochenes Problem stellen Streitigkeiten zwischen verschiedenen Familienclans dar, die auch mit Waffengewalt ausgetragen werden. Derartiges ist aus den Gouvernements Sōhāg und Qinā bekannt, könnte aber auch an anderen Stellen Ägyptens auftreten. Die Polizei ist hier eher machtlos. Man mische sich in keinem Fall in derartige Streitigkeiten ein! Das Problem existiert nicht erst seit der 25.-Januar-Revolution 2011, tritt nun aber aufgrund fehlender Polizeipräsenz stärker auf.
Hinweise Man vermeide den Aufenthalt bei großen Menschenansammlungen und Demonstrationen, insbesondere vor religiösen Stätten, Universitäten und staatlichen Einrichtungen. Dies gilt insbesondere an hohen staatlichen Feiertagen. Man achte auf seine Äußerungen in der Öffentlichkeit und den sozialen Medien. Man befolge die Anweisungen der Sicherheitskräfte. Der Hass auf Israelis und US-Bürger ist in der Bevölkerung stark ausgeprägt, sie werden gelegentlich auf den Straßen öffentlich beschimpft. Es hilft möglicherweise, begehrte Hotels und Aufenthaltsorte dieser Touristen zu meiden. Dort, wo es sie noch gibt, sollte man auf die Konvoibegleitung setzen bzw. einen (kostenpflichtigen) Privatkonvoi nutzen. Wenn man mit dem Zug unterwegs ist, sollte man vorrangig die so genannten „geschützten Züge“ („protected trains“) benutzen. Bei alternativen öffentlichen Verkehrsmitteln kann es gelegentlich den Rat geben, das eine gegenüber dem anderen vorzuziehen. Die Tourismusbehörden sind dabei behilflich. Im Bereich von el-ʿAlamein, auf dem Sinai und in den Grenzgebieten zu Libyen und Sudan gibt es aus früheren Kriegen ausgedehnte, häufig nicht gekennzeichnete Minenfelder.StraßenverkehrÄgypter fahren auch im Dunkeln häufig ohne Licht. Man vermeide deshalb jegliche Fahrt bei Nacht. Wenn man eine Panne hat, so hält man auf keinem Fall auf der Straße. Auffahrunfälle sind sonst vorprogrammiert.