Colombia
KolumbienKontext von Kolumbien
Kolumbien (amtlich República de Colombia [reˈpuβ̞lika ð̞e koˈlombja] , deutsch Republik Kolumbien; Kurzform auf Spanisch Colombia; abgeleitet von Christoph Kolumbus) ist eine Republik im nördlichen Teil von Südamerika und bevölkerungsmäßig der zweitgrößte und flächenmäßig viertgrößte Staat Südamerikas. Er grenzt sowohl an den Pazifischen Ozean als auch an das Karibische Meer und auf dem Festland im Nordwesten an Panama, im Osten an Venezuela, im Südosten an Brasilien, im Süden an Peru und im Südwesten an Ecuador. Bogotá ist wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Kolumbiens und Hauptstadt des Landes.
Ursprünglich war das Land von einer Vielzahl indigener Völker bewohnt. Ab 1510 wurde es von Europäern besiedelt und mit der Zeit von Spanien kolonialisiert. In der Kolonialzeit war…Weiterlesen
Kolumbien (amtlich República de Colombia [reˈpuβ̞lika ð̞e koˈlombja] , deutsch Republik Kolumbien; Kurzform auf Spanisch Colombia; abgeleitet von Christoph Kolumbus) ist eine Republik im nördlichen Teil von Südamerika und bevölkerungsmäßig der zweitgrößte und flächenmäßig viertgrößte Staat Südamerikas. Er grenzt sowohl an den Pazifischen Ozean als auch an das Karibische Meer und auf dem Festland im Nordwesten an Panama, im Osten an Venezuela, im Südosten an Brasilien, im Süden an Peru und im Südwesten an Ecuador. Bogotá ist wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Kolumbiens und Hauptstadt des Landes.
Ursprünglich war das Land von einer Vielzahl indigener Völker bewohnt. Ab 1510 wurde es von Europäern besiedelt und mit der Zeit von Spanien kolonialisiert. In der Kolonialzeit war Kolumbien zuletzt Teil des spanischen Vizekönigreichs Neugranada. 1810 erlangte dieses seine Unabhängigkeit von Spanien.
Kolumbien leidet seit Mitte des 20. Jahrhunderts unter bewaffneten Konflikten. Bei der Präsidentschaftswahl 2022 wurde mit Gustavo Petro zum ersten Mal in der republikanischen Geschichte Kolumbiens ein ehemals revolutionärer Linker zum Präsidenten des Landes gewählt.
Mehr über Kolumbien
- Währung Kolumbianischer Peso
- Ursprünglicher Name Colombia
- Anrufcode +57
- Internet Domäne .co
- Mains voltage 110V/60Hz
- Democracy index 7.04
- Bevölkerung 52321152
- Fläche 1141748
- Fahrseite right
- Sicherheit
Generell sieht die Situation in Kolumbien so aus, dass es dort normale nette Menschen, Polizisten und Paramilitares gibt. Die letzten beiden leben heutzutage von Schutzgelderpressungen, Entführungen und Drogen. Drogenkartelle (Calikartell, Pablo Escobar) gibt es nicht mehr. Die normalen netten Menschen sind deutlich in der Überzahl :-)
Seit Beginn der Amtszeit des Präsidenten Álvaro Uribe hat sich die Lage dramatisch verbessert. Die sozialrevolutionäre Guerilla FARC-EP hat Frieden geschlossen und ist als Partei ins Parlament eingezogen Comunes. Rechte Paramilitares, oft Schutztruppen von Drogenproduzenten, gibt es immer noch.Geldstrafen berechnen sich durch einen Faktor (bzw. einer Spanne), die mit dem jährlich neu festgesetzten monatlichen Mindestlohns (2022: 1 Mio. Pesos) multipliziert wird.
Es gibt aber nach wie vor Gegenden, in die man nicht fahren sollte. Irgendwo durch die Wälder zu streunen oder irgendwelchen Bergpfaden zu folgen ist nicht ratsam - denn genau dort leben die Paramilitares und pflanzen ihr Koka. Wenn man außerhalb einer Stadt reisen möchte, sollte man gut planen, wo man hin will. Wenn möglich, mit einem verlässlichen Einheimischen reisen.
Requisas, sind Straßensperren des Millitärs. Hier werden besonders gerne nachts Busse angehalten und Ausweise kontrolliert oft auch am Körper auf Waffen durchsucht. Extrem lästig wenn man in einer Nacht zum fünften Mal geweckt wird.
In den Städten Kolumbiens sollte man ein gutes Benehmen haben und ein paar übliche Vorkehrungen treffen. In den Zentren der meisten Städte ist es ziemlich selten, mögliche Probleme zu haben, aber es ist sehr wichtig, vorsichtig in den äußeren Teilen einer Stadt zu sein. Es gibt Viertel in den großen Städten, wo man als Tourist nichts verloren hat, bewaffnete Raubüberfälle kommen auch am hellichten Tag vor. Hilfe von Zuschauern erwarte man nicht. Im Vergleich zu den meisten anderen lateinamerikanischen Ländern ist die normale Straßenkriminalität jedoch nicht so hoch. Wenn man ein Taxi bestellen möchte, sollte man höflich um ein Telefon bitten, es kostet dasselbe und ein Anruf wird sofort beantwortet.
Als Tourist sollte man eigentlich drei Dinge beachten:
…WeiterlesenSicherheitWeniger lesenGenerell sieht die Situation in Kolumbien so aus, dass es dort normale nette Menschen, Polizisten und Paramilitares gibt. Die letzten beiden leben heutzutage von Schutzgelderpressungen, Entführungen und Drogen. Drogenkartelle (Calikartell, Pablo Escobar) gibt es nicht mehr. Die normalen netten Menschen sind deutlich in der Überzahl :-)
Seit Beginn der Amtszeit des Präsidenten Álvaro Uribe hat sich die Lage dramatisch verbessert. Die sozialrevolutionäre Guerilla FARC-EP hat Frieden geschlossen und ist als Partei ins Parlament eingezogen Comunes. Rechte Paramilitares, oft Schutztruppen von Drogenproduzenten, gibt es immer noch.Geldstrafen berechnen sich durch einen Faktor (bzw. einer Spanne), die mit dem jährlich neu festgesetzten monatlichen Mindestlohns (2022: 1 Mio. Pesos) multipliziert wird.
Es gibt aber nach wie vor Gegenden, in die man nicht fahren sollte. Irgendwo durch die Wälder zu streunen oder irgendwelchen Bergpfaden zu folgen ist nicht ratsam - denn genau dort leben die Paramilitares und pflanzen ihr Koka. Wenn man außerhalb einer Stadt reisen möchte, sollte man gut planen, wo man hin will. Wenn möglich, mit einem verlässlichen Einheimischen reisen.
Requisas, sind Straßensperren des Millitärs. Hier werden besonders gerne nachts Busse angehalten und Ausweise kontrolliert oft auch am Körper auf Waffen durchsucht. Extrem lästig wenn man in einer Nacht zum fünften Mal geweckt wird.
In den Städten Kolumbiens sollte man ein gutes Benehmen haben und ein paar übliche Vorkehrungen treffen. In den Zentren der meisten Städte ist es ziemlich selten, mögliche Probleme zu haben, aber es ist sehr wichtig, vorsichtig in den äußeren Teilen einer Stadt zu sein. Es gibt Viertel in den großen Städten, wo man als Tourist nichts verloren hat, bewaffnete Raubüberfälle kommen auch am hellichten Tag vor. Hilfe von Zuschauern erwarte man nicht. Im Vergleich zu den meisten anderen lateinamerikanischen Ländern ist die normale Straßenkriminalität jedoch nicht so hoch. Wenn man ein Taxi bestellen möchte, sollte man höflich um ein Telefon bitten, es kostet dasselbe und ein Anruf wird sofort beantwortet.
Als Tourist sollte man eigentlich drei Dinge beachten:
Manche Gegenden sind gefährlich. Urwald bei Leticia: Wenn auf einer Bootstour in der Nacht einer von der Crew mit Maschinengewehr über das Boot schlendert, um böse Leute abzuhalten, dann deutet das auf keine besonders hohe Sicherheit hin. Sierra Nevada de Santa Marta: Hier gibt es angeblich schöne alte Indianerhäuser, aber auch eine besonders hohe Wahrscheinlichkeit, entführt zu werden. Auch Deutsche wurden hier schon entführt (alle Kolumbianer, die der Verfasser dieses Abschnittes über die Sicherheit dieser Region gefragt hat, haben ihm dringend davon abgeraten). Gegend zwischen Cali und Popayan: Galt lange Zeit als sehr unsicher, weil in der Nähe das Hauptsiedlungsgebiet der Guerilla lag. Soll sich aber verbessert haben. Zur aktuellen Lage sollte man die Leute fragen. Die sicherste Region Kolumbiens ist es jedenfalls definitiv nicht. ... Böse Leute sperren die Straße. Gelegentlich sperren die Paramilitärs irgendwo die Straße und halten Busse und Autos an. Dabei werden die Vielversprechendsten der Insassen entführt oder müssen ihr Geld oder auch ihr Auto da lassen. Ausländer (die es in Kolumbien fast nicht gibt) stehen dabei nicht unbedingt ganz oben auf der Liste, denn Kolumbianer wissen schon wie das mit dem Lösegeld usw. geht, sprechen Spanisch und sind einfach generell viel unkomplizierter. Naja, aber ein Ausländer kann natürlich ein ganz dicker Fang sein. Dem Verfasser dieses Abschnittes ist es schon zwei Mal passiert, dass sein Überlandbus eine andere Strecke genommen hat, weil die kürzeste von Paramilitärs blockiert war. Außerdem gibt es das Gerücht, dass die teureren Busgesellschaften Geld an die Guerilla und Paramilitärs zahlen, um verschont zu bleiben. Generelle Vorsicht! naja, das Typische halt: Kamera nicht vor die Brust schnallen, Geldbeutel in die vordere Hosentasche, Wertsachen daheim lassen, sich von bösen Leuten fernhalten, nachts nicht allein rumlaufenDrogen: Das meiste Kokain, das in den US und in Europa konsumiert wird, kam früher aus Kolumbien, heutzutage ist die Produktion stark gesunken, es wird viel aus Venezuela geschmuggelt. Der lokale Konsum ist niedrig, folglich bekommt man dort keine Drogen angeboten noch wird man dort alle möglichen Drogen sehen, es sei denn man sucht nach ihnen. Kolumbianer werden außerhalb des Landes durch Witze über Drogen derartig beleidigt, vor allem von Europäern und US-Amerikanern. Drogen und Mafia haben ein schlechtes Image verbreitet, aber jetzt bemühen sich die Polizei und die bewaffnete Armee heftig, um sie zu bekämpfen. Alle kolumbianischen Regierungen haben die Verpflichtungen gehabt, die Drogenproduktion zu bekämpfen. Der Präsident Alvaro Uribe Velez hat, mit großen Hilfsmitteln von der US-Regierung, eine Politik geführt bei der mit chemischen Entlauben Drogenplantagen massiv zerstört wurden.
Der Besitz, nicht der Handel, kleiner Mengen zum persönlichen Gebrauch (1 Gramm Kokain, 20 g Marihuana) wurde entkriminalisiert, das schützt aber nicht vor unangenehmen längeren Zusammentreffen mit der oft korrupten Polizei.
Zusammenfassend kann man sagen, dass Kolumbien im Vergleich zu Europa ziemlich gefährlich ist. Es ist aber nicht so schlimm, dass man überhaupt nicht hinfahren kann.