Kontext von Bali

Bali ist eine zu Indonesien gehörende Insel im Indischen Ozean mit einem tropisch warmen Durchschnittsklima. Hauptstadt der Insel ist Denpasar. Mit einer Fläche von 5590 km² ist Bali die mit Abstand größte Insel der gleichnamigen Provinz. Bei der Volkszählung 2020 hatte Bali rund 4,3 Millionen Einwohner.

Mehr über Bali

Population, Area & Driving side
  • Bevölkerung 4362700
  • Fläche 5780
Verlauf
  •  
    Balinesischer Markt zwischen 1945 und 1955

    Als erste Einwanderer vermutet man Menschen aus Südindien, die Bali ca. 1500 v. Chr. besiedelten. Das erste Königreich ist für 990 n. Chr. belegt. 1478 zog die hinduistische Oberschicht des Majapahit-Reiches von Java, durch den Islam verdrängt, nach Bali. Der König der hieraus entstehenden Dynastie (Gelgel-Dynastie) regierte Bali von Klungkung aus. In der Folgezeit verselbständigten sich die Provinzen Balis. Ihre Herrscher, die Rajas, wurden nunmehr zu Königen ihrer eigenen Reiche. Die Niederländer besetzten Bali in Etappen von 1846 bis 1908. Angesichts der nicht mehr aufzuhaltenden Invasoren verweigerten die Rajas von Denpasar und Pemecutan dennoch die Unterwerfung. Sie brannten ihre Paläste nieder und zogen in ihren schönsten Kleidern mit Familien, Hofstaat, Priestern und Kriegern in den Kugelhagel der Kolonialmacht. 4000 Balinesen kamen dabei um.[1] Die Herrschaft der Niederländer währte bis 1942. In dieser Zeit erbrachte das Opiummonopol dem niederländischen Staat Einnahmen, die die Ausgaben für Eroberung und Unterhaltung der Kolonie deutlich übertrafen.

    Danach wurde die Insel bis 1945 von Japan annektiert. Am 17. August 1945 erfolgte die Proklamation Indonesiens. Seitdem ist Bali ein Teil des Landes.

    1963 brach der Gunung Agung aus und tötete Tausende. Darauf folgte ein wirtschaftliches Chaos, welches viele Balinesen dazu veranlasste, in andere Teile Indonesiens umzusiedeln.

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    Balinesischer Markt zwischen 1945 und 1955

    Als erste Einwanderer vermutet man Menschen aus Südindien, die Bali ca. 1500 v. Chr. besiedelten. Das erste Königreich ist für 990 n. Chr. belegt. 1478 zog die hinduistische Oberschicht des Majapahit-Reiches von Java, durch den Islam verdrängt, nach Bali. Der König der hieraus entstehenden Dynastie (Gelgel-Dynastie) regierte Bali von Klungkung aus. In der Folgezeit verselbständigten sich die Provinzen Balis. Ihre Herrscher, die Rajas, wurden nunmehr zu Königen ihrer eigenen Reiche. Die Niederländer besetzten Bali in Etappen von 1846 bis 1908. Angesichts der nicht mehr aufzuhaltenden Invasoren verweigerten die Rajas von Denpasar und Pemecutan dennoch die Unterwerfung. Sie brannten ihre Paläste nieder und zogen in ihren schönsten Kleidern mit Familien, Hofstaat, Priestern und Kriegern in den Kugelhagel der Kolonialmacht. 4000 Balinesen kamen dabei um.[1] Die Herrschaft der Niederländer währte bis 1942. In dieser Zeit erbrachte das Opiummonopol dem niederländischen Staat Einnahmen, die die Ausgaben für Eroberung und Unterhaltung der Kolonie deutlich übertrafen.

    Danach wurde die Insel bis 1945 von Japan annektiert. Am 17. August 1945 erfolgte die Proklamation Indonesiens. Seitdem ist Bali ein Teil des Landes.

    1963 brach der Gunung Agung aus und tötete Tausende. Darauf folgte ein wirtschaftliches Chaos, welches viele Balinesen dazu veranlasste, in andere Teile Indonesiens umzusiedeln.

    Die Führung unter General Suharto brachte 1965 eine Welle der Gewalt nach Bali. Opfer waren die Mitglieder der Kommunistischen Partei (PKI) und Minderheiten, vor allem die wirtschaftlich erfolgreichen chinesischen Einwanderer. Einfache Zivilisten beteiligten sich an den Massakern.[2]

    Am 12. Oktober 2002 wurden 202 Menschen bei Sprengstoffattentaten auf zwei Diskotheken in Kuta getötet. Drei Jahre später, am Samstag, dem 1. Oktober 2005, explodierten drei Sprengsätze und töteten 26 Menschen. Es gab 122 Verletzte, darunter auch zwei deutsche Staatsangehörige. Zwei der Bomben explodierten am Strand von Jimbaran, eine weitere vor einem Restaurant in Kuta Beach. Die Polizei geht von Selbstmordanschlägen aus und vermutet die radikal-islamistische Organisation Jemaah Islamiyah hinter dem Attentat.

    Die traditionellen Strukturen Balis basieren auf drei Gruppen, die dafür sorgen, dass sich keine isolierten Einheiten (außer den Bali Aga) bilden können:

    die Banjar als unterste Verwaltungseinheit auf geographischer Ebene die Subak für die Festlegung der Bewässerungsmodalitäten der Reisfelder die Pemaksan zur Regelung der religiösen Rituale

    Diesen sind höhere Ebenen selbstähnlich strukturiert übergeordnet. Ergänzend und teilweise komplementär kamen früher die Verwaltungen der Rajas (Könige) hinzu, deren Stelle heute vom indonesischen Staat eingenommen wird.

    Monika Schlicher: Portugal in Osttimor. Eine kritische Untersuchung zur portugiesischen Kolonialgeschichte in Osttimor 1850 bis 1912, S. 269, Abera, Hamburg 1996, ISBN 3-931567-08-7, (Abera Network Asia-Pacific 4), (Zugleich: Heidelberg, Univ., Diss., 1994). John Gittings: The indonesian massacres 1965/66. In: Mark Levene, Penny Roberts (Hrsg.): The Massacre in History. Berghahn Books, 1999, S. 247–262.
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Stay safe
  • Sicherheit

    Auf Grund der Bombenanschläge in Bali vor einigen Jahren und den Anschlägen in Jakarta im Juli 2009 gibt es in Bali erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. So wurden Gäste in vielen Hotels gebeten ihr Gepäck durchleuchten zu lassen und durch einen Metalldetektor zu gehen, bevor sie das Hotel betreten dürfen. Aktuell (2018) wird dies jedoch kaum noch praktiziert. Auch vor Diskotheken in der Jalan Legian (wo die Anschläge stattfanden) wird man vereinzelt mit einem Metalldetektor abgetastet. Die Kontrollen werden hingegen zuweilen nur oberflächlich vorgenommen (2013).

    Ansonsten gilt Bali als sicherer Aufenthaltsort für Touristen, auch für alleinreisende Frauen. Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen bezüglich Bargeld, Kreditkarten, wertvollem Schmuck sollten hingegen, wie überall, beachtet werden. Gewarnt wird vor Geldwechslern mit manipulierten Taschenrechnern, gutes Kopfrechnen oder ein eigener Taschenrechner können somit hilfreich sein. In Kuta, aber auch in Legian, bekommt man zuweilen Medikamente und diverse Drogen angeboten. Drogenhandel und -besitz in Indonesien werden sehr hoch bestraft, bei Besitz größerer Handelsmengen auch mit der Todesstrafe! Zudem sind derartige Drogen häufig Fälschungen mit die Gesundheit bedrohenden Eigenschaften.

    Erdbeben

    Bali befindet sich auf dem Pazifischen Feuerring, einem durch Erdbeben und Vulkanausbrüchen geprägten Gebiet. Erdbeben der Stärke 5 sind hier immer wieder zu spüren. 2018 ereignete sich ein zerstörerisches Erdbeben auf der Nachbarinsel Lombok. Dieses Erdbeben war ebenfalls auf Bali zu spüren, es gab nur leichte Gebäudeschäden. Z. B. hielt nicht jede Wand der außen aufgebauten Küchen stand. Im Sommer 1976 zerstörte ein Erdbeben der Stärke 6,5 zahlreiche Objekte und tötete über 500 Menschen.[1][2]

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    Sicherheit

    Auf Grund der Bombenanschläge in Bali vor einigen Jahren und den Anschlägen in Jakarta im Juli 2009 gibt es in Bali erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. So wurden Gäste in vielen Hotels gebeten ihr Gepäck durchleuchten zu lassen und durch einen Metalldetektor zu gehen, bevor sie das Hotel betreten dürfen. Aktuell (2018) wird dies jedoch kaum noch praktiziert. Auch vor Diskotheken in der Jalan Legian (wo die Anschläge stattfanden) wird man vereinzelt mit einem Metalldetektor abgetastet. Die Kontrollen werden hingegen zuweilen nur oberflächlich vorgenommen (2013).

    Ansonsten gilt Bali als sicherer Aufenthaltsort für Touristen, auch für alleinreisende Frauen. Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen bezüglich Bargeld, Kreditkarten, wertvollem Schmuck sollten hingegen, wie überall, beachtet werden. Gewarnt wird vor Geldwechslern mit manipulierten Taschenrechnern, gutes Kopfrechnen oder ein eigener Taschenrechner können somit hilfreich sein. In Kuta, aber auch in Legian, bekommt man zuweilen Medikamente und diverse Drogen angeboten. Drogenhandel und -besitz in Indonesien werden sehr hoch bestraft, bei Besitz größerer Handelsmengen auch mit der Todesstrafe! Zudem sind derartige Drogen häufig Fälschungen mit die Gesundheit bedrohenden Eigenschaften.

    Erdbeben

    Bali befindet sich auf dem Pazifischen Feuerring, einem durch Erdbeben und Vulkanausbrüchen geprägten Gebiet. Erdbeben der Stärke 5 sind hier immer wieder zu spüren. 2018 ereignete sich ein zerstörerisches Erdbeben auf der Nachbarinsel Lombok. Dieses Erdbeben war ebenfalls auf Bali zu spüren, es gab nur leichte Gebäudeschäden. Z. B. hielt nicht jede Wand der außen aufgebauten Küchen stand. Im Sommer 1976 zerstörte ein Erdbeben der Stärke 6,5 zahlreiche Objekte und tötete über 500 Menschen.[1][2]

    Vulkane

    Der Agung war am 27. November 2017 ausgebrochen mit der Folge, dass der Flugbetrieb über ca. 3 Tage eingestellt werden musste. Eruptionen, Erdbeben und kleinere Lavausbrüche dauerten bis Ende Juni 2018 an. Zahlreiche Menschen wurden vorsorglich evakuiert. Werden die Balinesen nach dem letzten Ausbruch gefragt, so nennen sie dennoch nicht dieses Datum, sondern das Jahr 1963. Im Jahr 1963 ereignete sich ein Ausbruch, bei welchem zahlreiche Dürfer zerstört und viele Menschen getötet wurden.

    Auch der Batur ist ein noch aktiver Vulkan. Der letzte Ausbruch ereignete sich am 23.März 2000.[3]

     
    Pfui Spinne. Sieht gefährlich aus, ist jedoch harmlos
     
    Getarnter Wespenfisch
    Tsunamis

    Auf Bali gibt es ein Tsunami-Warnsystem. Wie gut dieses ausgebaut ist, läßt sich nicht beurteilen. Bei einer Tsunami-Warnung sind höhere und von der Küste entfernte Stellen aufzusuchen. An manchen Strandabschnitten gibt es Hinweistafeln, auf welchen dargestellt ist, in welche Richtung man sich bewegen soll, wenn Tsunamialarm ausgelöst wird.

    Tiere

    Auf Bali gibt es Schlangen und es soll auch Giftschlangen geben. Ein Affenbiss könnte im schlimmsten Fall Tollwut verursachen [4]. Und natürlich sind die Mücken hier nicht so harmlos wie in Deutschland. Man kommt selten mit Mücken in Kontakt. Aber wer während oder nach einem Urlaub mit Fieber (und Malaria-Angst) zu kämpfen hatte weiß, wie gut es gewesen wäre, wenn man sich in allen potentiellen Situationen ausreichend geschützt hat.

    In Schnorchel-Bereichen sollte man sich nicht hinstellen, erst recht nicht barfuß. Nicht nur, um Korallen nicht zu beschädigen oder sich an ihnen zu verletzen. Es lauern manchmal auch Steinfische oder Wespenfische, eine Verletzung soll sehr unangenehm sein.

    National Center for Environmental Information https://earthquake.usgs.gov/earthquakes Monatsbericht 10/2000 und 09/2001 im Global Volcanism Program (Abgerufen am 14. Oktober 2018). Referenzfehler: Es ist ein ungültiger <ref>-Tag vorhanden: Für die Referenz namens ClinicalMicrobiology wurde kein Text angegeben.
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