Києво-Печерська лавра
( Kiewer Höhlenkloster )Das Kiewer Höhlenkloster (ukrainisch Києво-Печерська лавра) liegt am hügelig aufragenden Westufer des Dnepr südlich des heutigen Stadtzentrums von Kiew im Rajon Petschersk. Seit seiner Gründung im Jahr 1051 ist es eines der wichtigsten Zentren des orthodoxen Christentums. Der große von Mauern umgebene Klosterkomplex teilt sich in zwei Bereiche: die obere und die untere Lawra. Beide Teile umfassen eine Vielzahl von kulturell bedeutenden Kirchen, Klöstern und Museen sowie Mönchshöhlen in der unteren Lawra, die den historischen Kern der Anlage bilden. Die Anlage umfasst rund 140 Gebäude. Die bekanntesten Gebäude des Höhlenkloster-Komplexes sind der 88 Meter hohe Große Lawra-Glockenturm, die Dreifaltigkeitstor-Kirche und die wiederaufgebaute Mariä-Entschlafens-Kathedrale. Die Anlage gehört seit 1990 zum UNESCO-Welterbe.
Im Höhlenkloster hatte die Leitung der Ukrainisch Orthodoxen Kirche (Patriarchat Moskau) und …Weiterlesen
Das Kiewer Höhlenkloster (ukrainisch Києво-Печерська лавра) liegt am hügelig aufragenden Westufer des Dnepr südlich des heutigen Stadtzentrums von Kiew im Rajon Petschersk. Seit seiner Gründung im Jahr 1051 ist es eines der wichtigsten Zentren des orthodoxen Christentums. Der große von Mauern umgebene Klosterkomplex teilt sich in zwei Bereiche: die obere und die untere Lawra. Beide Teile umfassen eine Vielzahl von kulturell bedeutenden Kirchen, Klöstern und Museen sowie Mönchshöhlen in der unteren Lawra, die den historischen Kern der Anlage bilden. Die Anlage umfasst rund 140 Gebäude. Die bekanntesten Gebäude des Höhlenkloster-Komplexes sind der 88 Meter hohe Große Lawra-Glockenturm, die Dreifaltigkeitstor-Kirche und die wiederaufgebaute Mariä-Entschlafens-Kathedrale. Die Anlage gehört seit 1990 zum UNESCO-Welterbe.
Im Höhlenkloster hatte die Leitung der Ukrainisch Orthodoxen Kirche (Patriarchat Moskau) und deren wichtigste Bildungseinrichtung, die Theologische Akademie, ihren Sitz. Das Höhlenkloster gehört dem Ukrainischen Staat, der seit dem Beginn der Russischen Invasion gegen die Moskautreue UOK vorgeht. Das Kulturministerium ordnete am 10. März 2024 an, dass die UOK das Höhlenkloster zu verlassen habe, nachdem es den 2013 geschlossenen Pachtvertrags mit der Kirche gekündigt hatte.
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