Kontext von Sudan

Die Republik Sudan ([zu’daːn], auch [’zuːdan], englisch Republic of the Sudan, arabisch جمهورية السودان, DMG Ǧumhūriyyat as-Sūdān) ist ein Staat in Nordost-Afrika mit Zugang zum Roten Meer. Er grenzt im Norden an Ägypten, im Osten an Eritrea, im Südosten an Äthiopien, im Süden an den Südsudan, im Südwesten an die Zentralafrikanische Republik, im Westen an den Tschad und im Nordwesten an Libyen. Mit einer Fläche von mehr als 1,8 Millionen Quadratkilometern ist das Land etwa fünfmal so groß wie Deutschland und drittgrößter Flächenstaat des afrikanischen KontiWeiterlesen

Die Republik Sudan ([zu’daːn], auch [’zuːdan], englisch Republic of the Sudan, arabisch جمهورية السودان, DMG Ǧumhūriyyat as-Sūdān) ist ein Staat in Nordost-Afrika mit Zugang zum Roten Meer. Er grenzt im Norden an Ägypten, im Osten an Eritrea, im Südosten an Äthiopien, im Süden an den Südsudan, im Südwesten an die Zentralafrikanische Republik, im Westen an den Tschad und im Nordwesten an Libyen. Mit einer Fläche von mehr als 1,8 Millionen Quadratkilometern ist das Land etwa fünfmal so groß wie Deutschland und drittgrößter Flächenstaat des afrikanischen Kontinents. Aufgrund regionaler Separatistenbewegungen und regelmäßiger Militärputsche ist der Sudan heute als zusammengehöriges souveränes Staatsgebilde allerdings nicht mehr existent.

Die Republik Sudan erlangte am 1. Januar 1956 ihre Unabhängigkeit von der bisherigen Kolonialmacht Vereinigtes Königreich (Anglo-Ägyptischer Sudan). Im Jahr 1989 kam Umar al-Baschir durch einen Militärputsch an die Macht und regierte das Land fortan als Präsident mit repressiven Mitteln. Durch seine autoritäre Regierung kam es regelmäßig zu schwerwiegenden Verletzungen der Menschenrechte. Im Jahr 2019 wurde al-Baschir nach 30-jähriger Amtszeit nach einem weiteren Militärputsch verhaftet und abgesetzt. Militärführung und zivile Opposition einigten sich im selben Jahr auf eine Übergangsregierung, die das Land innerhalb von fünf Jahren demokratisieren sollte. Stattdessen brach nach mehreren Militärputschen ein Bürgerkrieg in Sudan aus, in dessen Verlauf der Sudan kollabierte und die Hauptstadt Khartum weitgehend zerstört und entvölkert wurde. Zuvor hatte dort über ein Fünftel der etwa 45 Millionen Einwohnern Sudans gelebt.

Seit dem Referendum von 2011 ist der Südsudan vom Sudan unabhängig. Bis zur Unabhängigkeit des Südsudan war der Sudan der größte afrikanische Flächenstaat.

Mehr über Sudan

Grundinformation
  • Währung Sudanesisches Pfund
  • Anrufcode +249
  • Internet Domäne .sd
  • Mains voltage 230V/50Hz
  • Democracy index 2.54
Population, Area & Driving side
  • Bevölkerung 48945000
  • Fläche 1886068
  • Fahrseite right
Stay safe
  • Sicherheit

    Khartum gilt als wesentlich sicherer als viele andere Hauptstädte. Von Einbrüchen oder Überfällen hört man kaum, auf der Straße kann man sich unbehelligt bewegen. Zur Vorsicht sei trotzdem geraten. Eine größere Gefahr stellen der chaotische Straßenverkehr und metertiefe Löcher im Bürgersteig (Kanalisation) dar.

    Homosexualität kann im Sudan mit dem Tode bestraft werden. Die repressiven Bestimmungen der Scharia werden in immer weiteren Bereichen des Rechtslebens angewandt.

    Das Fotografieren ist nur mit einer speziellen Bewilligung des Ministry of Culture and Information gestattet.[1] Die in der dritten Welt üblichen Beschränkungen beim Photographieren von Militärischem, Brücken usw. gelten ebenfalls. Es ist die in islamischen Ländern übliche Zurückhaltung zu beachten.

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