العراق
IrakKontext von Irak
Die Republik Irak (amtlich: arabisch جمهورية العراق, DMG Ǧumhūriyyat al-ʿIrāq, kurdisch كۆماری عێراق Komarî Êraq), kurz (der) Irak (oder international auch Iraq), ist ein Staat in Vorderasien. Der Irak grenzt an Kuwait, Saudi-Arabien, Jordanien, Syrien, die Türkei, Iran und den Persischen Golf und umfasst den größten Teil des zwischen Euphrat und Tigris gelegenen „Zweistromlandes“ Mesopotamien, in dem die frühesten Hochkulturen Vorderasiens entstanden sind, sowie Teile der angrenzenden Wüsten- und Bergregionen. Er wird zu den Maschrek-Staaten gezählt. Den Norden des Landes bildet die autonome Region Kurdistan, die ein eigenes Parlament und ei…Weiterlesen
Die Republik Irak (amtlich: arabisch جمهورية العراق, DMG Ǧumhūriyyat al-ʿIrāq, kurdisch كۆماری عێراق Komarî Êraq), kurz (der) Irak (oder international auch Iraq), ist ein Staat in Vorderasien. Der Irak grenzt an Kuwait, Saudi-Arabien, Jordanien, Syrien, die Türkei, Iran und den Persischen Golf und umfasst den größten Teil des zwischen Euphrat und Tigris gelegenen „Zweistromlandes“ Mesopotamien, in dem die frühesten Hochkulturen Vorderasiens entstanden sind, sowie Teile der angrenzenden Wüsten- und Bergregionen. Er wird zu den Maschrek-Staaten gezählt. Den Norden des Landes bildet die autonome Region Kurdistan, die ein eigenes Parlament und eigene Streitkräfte (Peschmerga) führt.
Mit etwa 43 Millionen Einwohnern (Stand 2023) gehört der Irak zu den fünf größten Ländern der arabischen Welt. Seine Hauptstadt und größte Stadt ist die Metropole Bagdad, weitere Millionenstädte sind auch Basra, Mossul, Erbil, Sulaimaniya, Nadschaf, Kirkuk und Kerbela. Durch die Flüchtlingsbewegungen im 20. und 21. Jahrhundert vollzog sich im Land eine rasche Urbanisierung. Der Irak steht auf der Weltrangliste der Länder mit den meisten Bodenschätzen auf Platz 4, seine Wirtschaft basiert vor allem auf dem Export von Erdöl und zu geringem Teil auf der Landwirtschaft.
Der heutige Irak entstand 1920 aus den drei osmanischen Provinzen Bagdad, Mossul und Basra. Von 1921 bis 1958 bestand das Königreich Irak, 1958 wurde der König durch einen Militärputsch gestürzt und die Republik ausgerufen. Von 1979 bis 2003 wurde das Land von Saddam Hussein diktatorisch regiert, das Land führte Kriege gegen die Nachbarstaaten Iran und Kuwait. Eine multinationale Invasionstruppe („Koalition der Willigen“) unter Führung der Vereinigten Staaten stürzte 2003 das Regime Saddam Husseins, ohne stabile Strukturen für die Nachkriegsära aufzubauen.
Nach dem erklärten Kriegsende kam es während der Besetzung des Iraks 2003–2011 zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen, tausenden Terroranschlägen, Kriegshandlungen und Gewaltkriminalität, sowohl verschiedener irakischer Gruppen gegeneinander als auch gegen die westlichen Besatzungstruppen. Sie forderten vor allem unter den irakischen Zivilisten eine unbekannte Anzahl an Todesopfern und Verletzten. Ab Dezember 2013 kam es zu einem Krieg zwischen dem Irak und Islamisten des ISIS, die Teile des Staatsgebietes eroberten. Im Dezember 2017 verkündete die irakische Regierung, dass die irakischen Streitkräfte die vollständige Kontrolle über die syrisch-irakische Grenze übernommen hätten und der Krieg gegen den IS beendet sei.
Mehr über Irak
- Währung Irakischer Dinar
- Ursprünglicher Name العراق
- Anrufcode +964
- Internet Domäne .iq
- Mains voltage 230V/50Hz
- Democracy index 3.62
- Bevölkerung 38274618
- Fläche 437072
- Fahrseite right
- Sicherheit
Der Irak ist Kriegsgebiet! Die Sicherheit von westlichen Reisenden kann im gesamten Irak nicht gewährleistet werden. Entführungen und Terroranschläge sind an der Tagesordnung. Europäer im Irak sind jederzeit in Lebensgefahr. Für die Föderale Region Kurdistan-Irak, vor allem die Städte Arbil, Sulaymanya und Dohuk, wird diese Reisewarnung aufgrund einer anderen Sicherheitslage eingeschränkt.
Im Irak gibt es eine regelrechte Entführungsindustrie. Ausländer, die in offizieller Funktion in Bagdad sind, müssen sich in einem militärisch streng abgeschirmten Bereich (grüne Zone) aufhalten. Auch in dieser grünen Zone muss ständig eine Schutzweste getragen werden. Ebenso ist 24 Stunden am Tag eine Leibwache notwendig, auch in der Privatwohnung. Nur auf der Toilette ist man alleine. Leibwächter müssen über schwerste Bewaffnung verfügen.
Trotzdem gilt: Nicht an Fenstern stehen, so selten wie möglich das Haus verlassen und irgendwie den ständigen, ungezielten Mörserbeschuß aus der roten in die grüne Zone ignorieren.
Wer den geschützten Bereich verlässt, benötigt militärischen Begleitschutz. Transfers z.B. zum Flughafen und zurück sollten unbedingt durch die Luft und dann mit Kampfhubschraubern durchgeführt werden. Dabei muss jederzeit mit Beschuss gerechnet werden. Auf der Straße darf man sich keinesfalls als Ausländer zu erkennen geben. Es gibt täglich zahlreiche Gefechte zwischen den verfeindeten Gruppen und vorinstallierte Sprengfallen.
…WeiterlesenSicherheitWeniger lesenDer Irak ist Kriegsgebiet! Die Sicherheit von westlichen Reisenden kann im gesamten Irak nicht gewährleistet werden. Entführungen und Terroranschläge sind an der Tagesordnung. Europäer im Irak sind jederzeit in Lebensgefahr. Für die Föderale Region Kurdistan-Irak, vor allem die Städte Arbil, Sulaymanya und Dohuk, wird diese Reisewarnung aufgrund einer anderen Sicherheitslage eingeschränkt.
Im Irak gibt es eine regelrechte Entführungsindustrie. Ausländer, die in offizieller Funktion in Bagdad sind, müssen sich in einem militärisch streng abgeschirmten Bereich (grüne Zone) aufhalten. Auch in dieser grünen Zone muss ständig eine Schutzweste getragen werden. Ebenso ist 24 Stunden am Tag eine Leibwache notwendig, auch in der Privatwohnung. Nur auf der Toilette ist man alleine. Leibwächter müssen über schwerste Bewaffnung verfügen.
Trotzdem gilt: Nicht an Fenstern stehen, so selten wie möglich das Haus verlassen und irgendwie den ständigen, ungezielten Mörserbeschuß aus der roten in die grüne Zone ignorieren.
Wer den geschützten Bereich verlässt, benötigt militärischen Begleitschutz. Transfers z.B. zum Flughafen und zurück sollten unbedingt durch die Luft und dann mit Kampfhubschraubern durchgeführt werden. Dabei muss jederzeit mit Beschuss gerechnet werden. Auf der Straße darf man sich keinesfalls als Ausländer zu erkennen geben. Es gibt täglich zahlreiche Gefechte zwischen den verfeindeten Gruppen und vorinstallierte Sprengfallen.
Besonders in der Hauptstadt gibt es jeden Tag im Feierabendverkehr Bombenanschläge. Im Moment ist es in anderen Gegenden des Irak etwas (aber wirklich nur etwas) ruhiger, es muss aber aufgrund der strengen Sicherheitsvorkehrungen in Bagdad der Koalitionstruppen mit einer Verlagerung des Terrorzentrums gerechnet werden. In der Föderalen Region Irakisch Kurdistan mit der Verwaltungshauptstadt Arbil und den beiden großen Städten Sulaymaniya und Dohuk ist die Sicherheitslage demgegenüber vergleichsweise ruhig; allerdings sind auch dort vereinzelte größere Terroranschläge zu verzeichnen. Das Risiko, durch einen gegen Dritte gerichteten Anschlag zufällig Opfer zu werden, ist dort statistisch gesehen deutlich geringer als in den anderen Landesteilen. Es liegen auch keine Erkenntnisse vor, die auf eine konkrete Gefährdung deutscher Staatsangehöriger in diesem Gebiet hindeuten. Trotz eines weitgehend funktionierenden Sicherheitsapparates ist aber auch in dieser Region mit Anschlägen und Entführungen zu rechnen! Eine eskalierende Destabilisierung der Sicherheitslage durch erneute türkische Militäroperationen im Norden dieses Gebietes kann zudem nicht ausgeschlossen werden. Ein Aufenthalt in dieser Region setzt eine vorherige, zeitnahe Unterrichtung über die politische Entwicklung und Sicherheitslage und die Beachtung angemessener Maßnahmen des persönlichen Schutzes voraus, je nach Aufenthaltsort. Achtung: in den an die Region Kurdistan-Irak grenzenden Städten Kirkuk und Mossul und deren Umgebung bestehen hohe und zunehmende Sicherheitsrisiken. Vor Reisen dorthin wird dringend gewarnt!
Entführer und Mörder verfügen im Irak über ein extrem gut ausgebildetes Spitzelsystem. Niemandem kann man vertrauen. Selbst Verwandte aus der eigenen Familie werden verraten.