Kontext von Asturien

Asturien (spanisch Asturias; offiziell spanisch Principado de Asturias, asturisch Asturies, offiziell asturisch Principáu d’Asturies; deutsch Fürstentum Asturien) ist eine Autonome Gemeinschaft im Nordwesten Spaniens. Das Territorium der Autonomen Gemeinschaft ist identisch mit dem der Provinz Asturien (früher Provinz Oviedo). Die Hauptstadt ist Oviedo mit 215.167 Einwohnern (Stand: 21. Dezember 2022).

Mehr über Asturien

Population, Area & Driving side
  • Bevölkerung 1011792
  • Fläche 10603
Verlauf
  • In der Region gibt es Höhlen mit steinzeitlichen Malereien, vor allem Tierdarstellungen, die mehr als 15.000 Jahre alt sind. Es wurden etwa 700 Dolmen gefunden. Die meisten haben die Jahrtausende nicht unversehrt überstanden, obwohl sie von Mámoas bedeckt waren.

    Die ersten festen Siedlungen werden den Iberern zugerechnet. Die Region bot Bodenschätze, insbesondere Gold, zu deren Förderung von der so genannten Castrokultur umwallte Orte gegründet wurden. Diese waren über lange Zeit (>1000 Jahre) bevölkert und werden heute ausgegraben.

    Etwa 800 v. Chr. wurde die Region von keltischen Stämmen besiedelt. Diese errichteten befestigte Siedlungen wie das Castro de Coaña. Sie dürften ihren Lebensunterhalt unter anderem auch als Hirten bestritten haben.

    Ca. 25–19 v. Chr. wurde die Region ins Römische Reich eingegliedert. Doch die Asturer waren ebenso wie andere einheimische Völker rebellisch, was als Grund für die relativ späte Integration in den römischen Herrschaftsbereich angesehen werden kann. Nach dessen Zerfall wurde Asturien im 5. Jahrhundert Teil des Westgotenreichs. Nach der Eroberung der Iberischen Halbinsel durch die Muslime (711–719) begann von Asturien aus der Widerstand der Christen, den Pelayo (Pelagius) († 737) organisierte. Er wurde von seinen Anhängern zum König (oder Fürsten) gewählt und besiegte, vermutlich im Jahr 718 oder 722, eine Streitmacht des für die Region zuständigen muslimischen Statthalters in der legendären Schlacht von Covadonga. Dieser Erfolg wird als der Ausgangspunkt der Reconquista betrachtet.

    Aus Pelayos Machtbereich entstand das Königreich Asturien, das nach Süden expandierte und so 924 Teil des Königreiches León wurde. Nach wechselvollen Vereinigungen und Erbteilungen der nordspanischen Königreiche wurde Asturien 1230 dauerhaft mit dem Königreich Kastilien vereinigt. Der spanische Thronfolger trägt seit 1388 den Titel „Fürst von Asturien“ (Príncipe de Asturias).

    Im 19. Jahrhundert wurde Asturien zusammen mit Katalonien und dem Baskenland Zentrum der Industrialisierung Spaniens (vor allem Bergbau und Schwerindustrie).[1] Es gab Kohle in Asturien, Eisen im Baskenland und das Amerika-Textil-Monopol in Barcelona. Es war auch eine der Ursprungsregionen der spanischen Arbeiterbewegung.

    Im Oktober 1934 fand in den Bergbaugebieten Asturiens die kommunistische „revolución de octubre“ (Oktoberrevolution) oder „revolución minera“ (Bergarbeiterrevolution) statt, die von den Truppen der damals von rechten Parteien dominierten Regierung der Republik niedergeschlagen wurde. Die Leitung der Militäraktion gegen die streikenden Bergarbeiter hatte der spätere Diktator Franco, der zwei Jahre später den Bürgerkrieg lostreten sollte.

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    In der Region gibt es Höhlen mit steinzeitlichen Malereien, vor allem Tierdarstellungen, die mehr als 15.000 Jahre alt sind. Es wurden etwa 700 Dolmen gefunden. Die meisten haben die Jahrtausende nicht unversehrt überstanden, obwohl sie von Mámoas bedeckt waren.

    Die ersten festen Siedlungen werden den Iberern zugerechnet. Die Region bot Bodenschätze, insbesondere Gold, zu deren Förderung von der so genannten Castrokultur umwallte Orte gegründet wurden. Diese waren über lange Zeit (>1000 Jahre) bevölkert und werden heute ausgegraben.

    Etwa 800 v. Chr. wurde die Region von keltischen Stämmen besiedelt. Diese errichteten befestigte Siedlungen wie das Castro de Coaña. Sie dürften ihren Lebensunterhalt unter anderem auch als Hirten bestritten haben.

    Ca. 25–19 v. Chr. wurde die Region ins Römische Reich eingegliedert. Doch die Asturer waren ebenso wie andere einheimische Völker rebellisch, was als Grund für die relativ späte Integration in den römischen Herrschaftsbereich angesehen werden kann. Nach dessen Zerfall wurde Asturien im 5. Jahrhundert Teil des Westgotenreichs. Nach der Eroberung der Iberischen Halbinsel durch die Muslime (711–719) begann von Asturien aus der Widerstand der Christen, den Pelayo (Pelagius) († 737) organisierte. Er wurde von seinen Anhängern zum König (oder Fürsten) gewählt und besiegte, vermutlich im Jahr 718 oder 722, eine Streitmacht des für die Region zuständigen muslimischen Statthalters in der legendären Schlacht von Covadonga. Dieser Erfolg wird als der Ausgangspunkt der Reconquista betrachtet.

    Aus Pelayos Machtbereich entstand das Königreich Asturien, das nach Süden expandierte und so 924 Teil des Königreiches León wurde. Nach wechselvollen Vereinigungen und Erbteilungen der nordspanischen Königreiche wurde Asturien 1230 dauerhaft mit dem Königreich Kastilien vereinigt. Der spanische Thronfolger trägt seit 1388 den Titel „Fürst von Asturien“ (Príncipe de Asturias).

    Im 19. Jahrhundert wurde Asturien zusammen mit Katalonien und dem Baskenland Zentrum der Industrialisierung Spaniens (vor allem Bergbau und Schwerindustrie).[1] Es gab Kohle in Asturien, Eisen im Baskenland und das Amerika-Textil-Monopol in Barcelona. Es war auch eine der Ursprungsregionen der spanischen Arbeiterbewegung.

    Im Oktober 1934 fand in den Bergbaugebieten Asturiens die kommunistische „revolución de octubre“ (Oktoberrevolution) oder „revolución minera“ (Bergarbeiterrevolution) statt, die von den Truppen der damals von rechten Parteien dominierten Regierung der Republik niedergeschlagen wurde. Die Leitung der Militäraktion gegen die streikenden Bergarbeiter hatte der spätere Diktator Franco, der zwei Jahre später den Bürgerkrieg lostreten sollte.

    Im Spanischen Bürgerkrieg war Asturien ein Zentrum des republikanischen Widerstandes. Es war jedoch geographisch vom Hauptteil der republikanischen Zone isoliert und konnte im Sommer 1937 von Francos Truppen erobert werden.

    Ihr heutiges Autonomiestatut erhielt die Region am 11. Januar 1982.

    Holm-Detlev Köhler: Industriekultur und Raumbewusstsein in Asturien/Spanien. In: Klaus Tenfelde (Hrsg.): Raumbildung als mentaler Prozess. Schwerindustrielle Ballungsregionen im Vergleich Klartext-Verlag, Essen 2008, ISBN 978-3-89861-985-1, S. 77–97.
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Stay safe
  • Sicherheit

    Im Allgemeinen ist Asturien sicher. Sogar in Zentren der Städten kann man sich auch nachts fast sicher auf der Straße bewegen. Trotzdem ist es ratsam, die üblichen Sicherheitsmaßnahmen (z.B.: Rücksicht auf die Taschen und Rucksäcke nehmen, usw.) zu beachten. In dem Fall von bestimmten großen Fiestas kann das Sicherheitsrisiko für unbedarfte Touristen ausnahmsweise höher als normal werden.

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