Cesta mrtvých

Die Avenue of the Dead Aztec (Miccaohtli) war die Hauptstraße von Teotihuacán, der heiligen Stadt des präkolumbianischen Mittelamerikas.

Der Weg der Toten umfasste etwa hundert religiöse Gebäude. Sie bildet die Nord-Süd-Achse der Stadt, genauer gesagt liegt sie 15,5 Grad östlich von Nord, parallel zur Vorderseite der Sonnenpyramide und zeigt auf den heiligen Berg Cerro Gordo hinter der Mondpyramide. Durch seine Abweichung kann die zuvor erwähnte senkrechte Ost-West-Achse genau der Bahn des Sternbildes Plejaden während der Sommersonnenwende folgen. Der Totenweg ist 40 Meter breit und erstreckt sich über 2,5–3,2 km vom Mondplatz im Norden bis zur Zitadelle und dem Marktplatz im Süden. Laut dem französischen Archäologen René Millon erstreckte es sich einst noch weiter, bis hin zu den Bergen. Der Grad teilte die Stadt in zwei Teile und war symmetrisch von Tempeln, Palästen und Wohngebäuden gesäumt. Man vermutet, dass der Bau der Straße der Toten bereits in der frühesten Bauphase präWeiterlesen

Die Avenue of the Dead Aztec (Miccaohtli) war die Hauptstraße von Teotihuacán, der heiligen Stadt des präkolumbianischen Mittelamerikas.

Der Weg der Toten umfasste etwa hundert religiöse Gebäude. Sie bildet die Nord-Süd-Achse der Stadt, genauer gesagt liegt sie 15,5 Grad östlich von Nord, parallel zur Vorderseite der Sonnenpyramide und zeigt auf den heiligen Berg Cerro Gordo hinter der Mondpyramide. Durch seine Abweichung kann die zuvor erwähnte senkrechte Ost-West-Achse genau der Bahn des Sternbildes Plejaden während der Sommersonnenwende folgen. Der Totenweg ist 40 Meter breit und erstreckt sich über 2,5–3,2 km vom Mondplatz im Norden bis zur Zitadelle und dem Marktplatz im Süden. Laut dem französischen Archäologen René Millon erstreckte es sich einst noch weiter, bis hin zu den Bergen. Der Grad teilte die Stadt in zwei Teile und war symmetrisch von Tempeln, Palästen und Wohngebäuden gesäumt. Man vermutet, dass der Bau der Straße der Toten bereits in der frühesten Bauphase präzise geplant worden sein könnte. Sein Hauptgebiet befand sich zwischen der Mondpyramide und dem Rio San Juan-Kanal. An den Seiten befanden sich Plattformen im Talud-Tablero-Stil, die nicht nur den Zugang ermöglichten, sondern auch als effizientes Entwässerungssystem fungierten, das auch unter dem Gefälle lag und die Gebäude auf beiden Seiten entwässerte.

Sein architektonisches Erscheinungsbild zeugt von der unglaublichen Vermessungstechnik der Erbauer. Von Norden nach Süden weist der Weg ein Gefälle von dreißig Metern auf, das die Architekten mit gleichmäßig verteilten Stufen überwunden haben. Nach jeweils fünfzig Metern gibt es sieben Stufen, an deren Fuß sich eine Plattform befindet. Diese Technik versetzt den Betrachter in eine optische Täuschung. Von unten nach oben, oder Von Süden nach Norden ist noch heute eine endlose Treppe zu erkennen, die am Ende des Weges in die Mondpyramide überzugehen scheint. Beim Blick in die entgegengesetzte Richtung verschwinden jedoch alle Treppen und Plattformen unmerklich. Unten ist nur das hellbraune, kilometerlange Band des Totenpfades sichtbar.

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