Cetatea Poenari

( Burg Poenari )

Die Burg Poenari [po.eˈnarʲ] (rumänisch Cetatea Poenari oder Cetatea de la Poienari) ist die Ruine einer mittelalterlichen Höhenburg im Kreis Argeș in der Großen Walachei in Rumänien.

<!-Weiterlesen

Die Burg Poenari [po.eˈnarʲ] (rumänisch Cetatea Poenari oder Cetatea de la Poienari) ist die Ruine einer mittelalterlichen Höhenburg im Kreis Argeș in der Großen Walachei in Rumänien.

Anfang des 13. Jahrhunderts ließen die Herrscher der Walachei die Burg errichten. Der legendäre Gründer der Walachei Fürst Rudolf Bessaraba der Schwarze (rum. Radu Negru Vodă) wird als Erbauer genannt. Im 14. Jahrhundert war Burg Poenari die wichtigste Festung der Bessarabiden. In den nächsten Jahrzehnten wechselten Name und Bewohner einige Male, bis die Burg verlassen wurde und allmählich verfiel.

Im 15. Jahrhundert erkannte Vlad III. die strategische Bedeutung dieser Höhenburg, ließ sie durch Zwangsarbeiter instand setzen und verstärken, und machte sie so zu einer seiner wichtigsten Festungen. Im Juni 1462 flüchtete Vlad III. Drăculea vor Tataren und Türken unter Sultan Mehmed II. in die Burg, konnte aber seinen Feinden, die sein entlegenes Versteck ausmachten und vom Nachbarberg beschossen, mit einer Kriegslist entkommen. Bis 1529 blieb die Burg Stützpunkt der walachischen und transsilvanischen Fürsten.

Einige Jahre später gelangte die Walachei und dann Transsylvanien in osmanische Hand. Fürst Radu Paisie (1535–1545) ließ auf Befehl Sultan Süleyman I. „des Prächtigen“ alle wichtigen Burgen schleifen und keine neuen errichten. Burg Poienari verlor in diesem Zuge ihren Grundbesitz und somit ihre Aufgabe als Flucht- und Verteidigungsort. Der letzte Burggraf Neagu verließ 1552 Burg Poenari, die danach erneut aufgegeben wurde, so dass sie im Laufe des 17. Jahrhunderts verfiel.

Aufgrund ihrer Lage und Maueranlage war die Burg fast uneinnehmbar und sehr schwer zu erreichen. Im Jahre 1888 riss ein Erdrutsch einen Teil der Burg in die Tiefe. Von 1969 bis 1974 erfolgte eine Teilreparatur und Sicherung, ihre Mauern und Türme stehen großteils heute noch.

Am 22. April 2018 brach ein Waldbrand in der Nähe der Burg aus. Die immer wieder aufflammenden Brandherde auf einer etwa 14 Hektar großen Fläche, konnten erst nach fast zwei Wochen gelöscht werden. Inzwischen wurde auch der Verkehr auf der Transfogaraschen Straße vorübergehend unterbrochen.[1]

Die Burg Poenari ist nicht „das Draculaschloss“ aus Bram Stokers berühmtem Roman Dracula. Denn Bram Stoker hatte nie von Burg Poenari gehört und war auch nicht in deren Nähe. Er legte den Ort der Handlung seines Romans in das nordöstliche Siebenbürgen, mehr als 200 Kilometer entfernt. Der indonesisch-niederländische Autor und Illustrator Hans Corneel de Roos fand heraus, dass Stokers eigene handschriftliche Forschungen dies bestätigen. Stoker dachte sich eine bestimmte Stelle in dieser entlegenen Gegend für die Vampirhochburg aus, einen kahlen, 2033 Meter hohen Berg in den siebenbürgischen Ostkarpaten (Tihuța-Pass) nahe der früheren Grenze zu Moldawien.[2]

Momente apocaliptice! La Cetatea Poenari arde de aproape 24 de ore... infoargesnews.ro, 23. April 2018, abgerufen am 8. Mai 2018 (rumänisch). Bram Stoker, Hans Corneel de Roos: The Ultimate Dracula. Moonlake Editions, München 2012
Fotografien von:
Statistics: Position
9124
Statistics: Rank
2042

Neuen Kommentar hinzufügen

CAPTCHA
Sicherheit
573128649Klicken/tippen Sie auf diese Sequenz: 1412
Diese Sicherheitsfrage überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind und verhindert automatisches Spamming.

Google street view

Wo kann man in der Nähe schlafen? Burg Poenari ?

Booking.com
561.764 Besuche insgesamt, 9.238 Sehenswürdigkeiten, 405 Ziele, 10.395 besucht heute.