تامنراست

( Tamanrasset )

Tamanrasset (arabisch تمنراست, DMG Tamanrāssat, Tuareg ⵜⴰⵎⴰⵏⵖⴰⵙⴻⵜ Tamanɣaset, umgangssprachlich Tam) ist die größte Oase im Süden Algeriens und als Kommune mit rund 93.000 Einwohnern Hauptstadt der Provinz Tamanrasset.

Die Oase Tamanrasset diente schon vor Eintreffen der ersten Europäer als Karawanenstützpunkt. Um 1885 ließen die durch diese Region ziehenden Tuareg von Haratin, die sie für diese Arbeit herholten, Gärten anlegen.[1] Daraus entstand eine permanente Siedlung, die 1910 bereits 40 gemauerte Häuser zählte.[1]

In der französischen Kolonialzeit wurde 1919 eine Einheit französischer Kamelreiter von Fort Motylinski, benannt nach Adolphe de Calassanti Motylinski, dem Erforscher der Berbersprachen, nach Tamanrasset verlegt. Dort errichteten die Soldaten ein Fort, das sie zu Ehren eines Generals der Kamelreiter Fort Laperrine nannten. Diesen Namen trug auch die um das Fort gelegene, stetig wachsende Siedlung bis zur algerischen Unabhängigkeit 1962. In diesem Jahr zählte Tamanrasset bereits geschätzt 3000 Einwohner.[1]

Als 1974 die Provinz Tamanrasset (Wilāyat Tamanrāsat) geschaffen wurde, wurde die namengebende Stadt Provinzhauptstadt. Bis 1978 wurde die 1000 km lange Straße durch das Ahaggar, die Tamanrasset mit den nördlich gelegenen Landesteilen Algeriens verbindet, asphaltiert.[2] Seither ist Tamanrasset gut erreichbar.

Nach Medienberichten ist Tamanrasset „eines der wichtigsten Verteilerzentren für Migranten auf dem Weg nach Europa“.[3][4]

↑ a b c François Gallice: Tamanrasset heute. In: Mitten in der Welt. Charles de Foucauld heute, ISSN 0176-7577, Jg. 54 (2016), Heft 205, S. 26–31, hier S. 26. François Gallice: Tamanrasset heute. In: Mitten in der Welt. Charles de Foucauld heute, Jg. 54 (2016), Heft 205, S. 26–31, hier S. 27. Hans-Christian Rößler: Umschlagplatz für Migranten - Merkel besucht zum zweiten Mal Algerien, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 20. Februar 2017, Seite 3 (der Besuch von Merkel wurde kurzfristig abgesagt) Flucht aus Schwarzafrika Die Vergessenen der Sahara (Gestrandet in Tamanrasset), in: Der Spiegel Online vom 26. Juni 2012
Fotografien von:
W. Robrecht - CC BY-SA 3.0
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