Stirling Castle

Stirling Castle ist ein Schloss in Schottland. Es liegt über der Altstadt von Stirling auf dem Schlossberg („Castle Hill“), einem steil aufragenden Hügel vulkanischen Ursprungs. Stirling Castle ist nationales Denkmal und wird von der staatlichen Denkmalschutzbehörde Historic Scotland verwaltet. 2019 wurde Stirling Castle von rund 610.000 Personen besucht. 2022 betrug die Besucherzahl etwa 418.000 Menschen.

Das Schloss spielte aufgrund seiner strategisch günstigen Lage am Fluss Forth eine wichtige Rolle in der Geschichte Schottlands und wurde mindestens sechzehnmal belagert oder angegriffen. In unmittelbarer Nähe fanden drei Schlachten statt, eine vierte wenige Kilometer weiter nördlich. Von etwa 1100 bis 1685 war Stirling Castle eine der Hauptresidenzen der schottischen Könige, danach bis 1964 Hauptquartier des Regiments Argyll and Sutherland Highlanders.

Die meisten Gebäude von Stirling Castle stammen aus der Zeit zwischen 1496 und 1583, als das Schloss uWeiterlesen

Stirling Castle ist ein Schloss in Schottland. Es liegt über der Altstadt von Stirling auf dem Schlossberg („Castle Hill“), einem steil aufragenden Hügel vulkanischen Ursprungs. Stirling Castle ist nationales Denkmal und wird von der staatlichen Denkmalschutzbehörde Historic Scotland verwaltet. 2019 wurde Stirling Castle von rund 610.000 Personen besucht. 2022 betrug die Besucherzahl etwa 418.000 Menschen.

Das Schloss spielte aufgrund seiner strategisch günstigen Lage am Fluss Forth eine wichtige Rolle in der Geschichte Schottlands und wurde mindestens sechzehnmal belagert oder angegriffen. In unmittelbarer Nähe fanden drei Schlachten statt, eine vierte wenige Kilometer weiter nördlich. Von etwa 1100 bis 1685 war Stirling Castle eine der Hauptresidenzen der schottischen Könige, danach bis 1964 Hauptquartier des Regiments Argyll and Sutherland Highlanders.

Die meisten Gebäude von Stirling Castle stammen aus der Zeit zwischen 1496 und 1583, als das Schloss unter den schottischen Königen Jakob IV., Jakob V. und Jakob VI. sowie unter der Witwe des Königs Jakob V., Marie de Guise, markant ausgebaut wurde. Einige Gebäudeteile aus dem 14. Jahrhundert sind erhalten geblieben, während die Befestigungsanlagen teilweise aus dem frühen 18. Jahrhundert stammen.

 Stirling Castle 2017

Es kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob auf dem hoch aufragenden Felsen, von dem aus der gesamte zentrale Teil Schottlands zu kontrollieren war, bereits die Pikten oder gar die Römer Befestigungen errichtet haben. Die erste gesicherte Erkenntnis ist die Stiftung einer Schlosskapelle im Jahr 1110 durch König Alexander I.

Als Gegenleistung für die Freilassung von Wilhelm I. besetzten die Engländer im Jahr 1174 erstmals die Burg, gaben diese jedoch 1189 wieder zurück. Um 1280 fanden umfangreiche Baumaßnahmen statt, wovon jedoch nichts erhalten blieb. Während der englische König Eduard I. über die Nachfolge des verwaisten schottischen Thrones entschied, gelangte Stirling Castle 1291 erneut unter englische Kontrolle. Am 11. September 1297 siegten die von William Wallace angeführten Schotten in der Schlacht von Stirling Bridge und eroberten auch die in unmittelbarer Nähe stehende Burg zurück. Nach der Schlacht von Falkirk ging die Burg zwar wieder an die Engländer verloren, doch konnte Robert the Bruce sie 1299 nach einer Belagerung erneut einnehmen.

Sechs Jahre später war Stirling Castle die letzte von den schottischen Rebellen gehaltene Burg. Ab April 1304 wurde sie von den Engländern belagert. Mit insgesamt zwölf Belagerungsgeräten (darunter wahrscheinlich ein „Warwolf“ genanntes Trebuchet) bombardierten sie unaufhörlich die Burg mit Bleikugeln, griechischem Feuer, Steinbrocken und sogar mit einer Art Schießpulvermischung. Schließlich ergab sich die aus dreißig Mann bestehende schottische Garnison nach beinahe vier Monaten.

Zehn Jahre später wendete sich das Kriegsglück. Die Schotten unter Edward Bruce belagerten nun die Burg. Nachdem sein Bruder Robert am 24. Juni 1314 die Engländer in der Schlacht von Bannockburn vernichtend geschlagen hatte, konnte auch das nahe gelegene Stirling Castle eingenommen werden. Nach ihrem Sieg in der Schlacht bei Halidon Hill nahmen die Engländer im Jahr 1333 die Burg erneut ein. Nach einer gescheiterten Belagerung im Jahr 1337 konnte der zukünftige König Robert II. die Burg 1343 für Schottland zurückerobern. Am 22. Februar 1452 erstach Jakob II. auf Stirling Castle den 8. Earl of Douglas.

Am 11. Juni 1488 fand in nur gerade drei Kilometern Entfernung die Schlacht bei Sauchieburn zwischen Königstruppen und Aufständischen statt, bei der König Jakob III. getötet wurde. Sein Nachfolger Jakob IV. begann 1496 mit der markanten Erweiterung der Burg, die bis 1583 in ein repräsentatives Schloss umgewandelt wurde. Am 9. September 1543 erfolgte hier die Krönung Maria Stuarts. Ein Angriff ihrer Anhänger auf das Schloss wurde 1571 abgewehrt. Am 17. April 1584 besetzten aufständische Lords das Schloss, gaben jedoch zwei Wochen später auf.

 Stirling Castle gegen Ende des 19. Jahrhunderts

Am 3. August 1650 begannen die Truppen von Oliver Cromwell mit der Belagerung des Schlosses und eroberten es am 14. August, wobei die Anlage stark beschädigt wurde. Am 30. März 1685 verlor Stirling Castle seinen Status als königliche Residenz und wurde zu einem Militärstützpunkt. Zwischen 1711 und 1714 erfolgten umfangreiche Ausbauten der Verteidigungsanlagen. Am 13. November 1715 wurden die Jakobiten in der Schlacht von Sheriffmuir besiegt, wenige Kilometer nördlich von Stirling. Die Rebellenarmee von Bonnie Prince Charlie eroberte zwar am 6. Januar 1746 die Stadt, hatte aber der Artillerie des Schlosses nichts entgegenzusetzen.

Während der Koalitionskriege mit Frankreich zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde ein großer Teil der Anlage in eine Kaserne umgewandelt, um die schottischen Soldaten auszubilden, die später auf dem europäischen Festland kämpfen würden. Im September 1906 äußerte König Eduard VII. öffentlich sein Missfallen über die Zweckentfremdung des historisch bedeutenden Schlosses; von da an forderten Denkmalschutzkreise die Zurückversetzung in den ursprünglichen Zustand. Schließlich verließ das Militär im Jahr 1964 endgültig Stirling Castle. Seither wurden zahlreiche Gebäude restauriert und zum Teil auch rekonstruiert, so dass sich das Schloss heute wie etwa gegen Ende des 16. Jahrhunderts präsentiert.

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