Schrein von Khwaja Abu Nasr Parsa

Der Schrein von Khwaja Abu Nasr Parsa (persisch مزار خواجه ابو نصر پارسا, DMG Mazār-i Ḫwāǧa Abū Naṣr-i Pārsā), heute Khwaja-Parsa-Moschee, ist ein Mausoleum und eine Moschee in der nordafghanischen Stadt Balch. Das Mausoleum wurde wenige Jahre nach dem Tod des Sufi-Gelehrten Khwaja Abu Nasr Parsa († 1460/61) in timuridischer Zeit in der historischen Region Chorasan gegründet. Dieses durch Patronage des Generals Mīr Sayyid Mazid Bahadur Arghun zuerst entstandene Mausoleum befand sich vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts in einem schlechten baulichen Zustand. Der erhaltene Kuppelbau (persisch gonbad, arabisch qubba) über einer oktogonalen Basis mit einem monumentalen Iwan-Portalvorbau (pischtak) und zwei Minarett­stümpfen wurde schriftlichen Quellen und stilistischen Merkmalen zufolge EnWeiterlesen

Der Schrein von Khwaja Abu Nasr Parsa (persisch مزار خواجه ابو نصر پارسا, DMG Mazār-i Ḫwāǧa Abū Naṣr-i Pārsā), heute Khwaja-Parsa-Moschee, ist ein Mausoleum und eine Moschee in der nordafghanischen Stadt Balch. Das Mausoleum wurde wenige Jahre nach dem Tod des Sufi-Gelehrten Khwaja Abu Nasr Parsa († 1460/61) in timuridischer Zeit in der historischen Region Chorasan gegründet. Dieses durch Patronage des Generals Mīr Sayyid Mazid Bahadur Arghun zuerst entstandene Mausoleum befand sich vermutlich Mitte des 16. Jahrhunderts in einem schlechten baulichen Zustand. Der erhaltene Kuppelbau (persisch gonbad, arabisch qubba) über einer oktogonalen Basis mit einem monumentalen Iwan-Portalvorbau (pischtak) und zwei Minarett­stümpfen wurde schriftlichen Quellen und stilistischen Merkmalen zufolge Ende des 16. Jahrhunderts unter der Herrschaft der Scheibaniden, einer usbekischen Dynastie, erbaut. Dem entspricht die 1597/98 datierte älteste Bauinschrift des Scheibanidenfürsten und Stifters ʿAbd al-Muʾmin, der das Mausoleum mutmaßlich als Grabstätte für sich und seine Familie plante. Vom Ende des 16. bis zum Ende des 17. Jahrhunderts entstanden um das Mausoleum sechs Madrasas, die das Stadtviertel zu einem Zentrum für religiöse Bildung machten. Ein Erdbeben Ende des 19. Jahrhunderts könnte für den teilweisen Einsturz der Kuppel und der beiden Minarette verantwortlich gewesen sein. Das Gebäude wurde 1975–76 und nach 2002 restauriert und liegt heute als Kulturdenkmal und Moschee im zentralen Park der Stadt.

Den Beinamen Grüne Moschee (persisch مسجد سبز Masdschid-i sabz, DMG Masǧid-i sabz) erhielt der Sakralbau im 19. Jahrhundert.

Fotografien von:
bluuurgh - Public domain
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