Catalunya

Katalonien

Kontext von Katalonien

Katalonien (katalanisch Catalunya [kətəˈluɲə], aranesisch (okzitanisch) Catalonha [kataˈluɲa], spanisch Cataluña [kataˈluɲa]) ist eine Region im Nordosten Spaniens zwischen der Mittelmeerküste und den Pyrenäen.

Politisch ist Katalonien eine von 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens und gilt aufgrund geschichtlicher und kultureller Besonderheiten neben dem Baskenland und Galicien als eine der „historischen Autonomen Gemeinschaften“ (katalanisch naciWeiterlesen

Katalonien (katalanisch Catalunya [kətəˈluɲə], aranesisch (okzitanisch) Catalonha [kataˈluɲa], spanisch Cataluña [kataˈluɲa]) ist eine Region im Nordosten Spaniens zwischen der Mittelmeerküste und den Pyrenäen.

Politisch ist Katalonien eine von 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens und gilt aufgrund geschichtlicher und kultureller Besonderheiten neben dem Baskenland und Galicien als eine der „historischen Autonomen Gemeinschaften“ (katalanisch nacionalitats històriques, spanisch nacionalidades históricas). Unabhängigkeitsbestrebungen haben in Katalonien große Bedeutung errungen:

Das katalanische Regionalparlament erklärte nach einem umstrittenen Referendum Katalonien am 27. Oktober 2017 zu einer von Spanien unabhängigen Republik (deren Wirksamkeit vom Präsidenten der Generalitat selbst ausgesetzt wurde), die von der internationalen Staatengemeinschaft nicht anerkannt wurde. Die spanische Regierung erklärte dies als nicht rechtskräftig, setzte daraufhin die Regionalregierung und das Parlament ab; seit den Neuwahlen zum Regionalparlament vom 21. Dezember 2017 regiert wieder eine separatistisch dominierte Regierung in Katalonien, so dass die Katalonien-Krise weiter schwelt und das politische Geschehen in Spanien weitgehend bestimmt.

Die Hauptstadt der Region ist Barcelona. Die Einwohner heißen Katalanen. Amtssprachen sind Katalanisch, Aranesisch und Spanisch sowie Llengua de Signes Catalana (Katalanische Gebärdensprache).

Mehr über Katalonien

Grundinformation
  • Währung Euro
  • Ursprünglicher Name Catalunya
  • Internet Domäne .cat
  • Speed limit 120
  • Mains voltage 230V/50Hz
Population, Area & Driving side
  • Bevölkerung 7747709
  • Fläche 31895
  • Fahrseite right
Verlauf
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    Griechische Amphore, in Empúries gefunden
     
    Die Corts Catalanes (aus einer Inkunabel aus dem 15. Jahrhundert)

    Die Geschichte Kataloniens reicht bis in das Jahr 1000 v. Chr. zurück, als die Iberer die Pyrenäenhalbinsel besiedelten.

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    Griechische Amphore, in Empúries gefunden
     
    Die Corts Catalanes (aus einer Inkunabel aus dem 15. Jahrhundert)

    Die Geschichte Kataloniens reicht bis in das Jahr 1000 v. Chr. zurück, als die Iberer die Pyrenäenhalbinsel besiedelten.

    Vor der Besiedelung durch Cro-Magnon-Menschen (Homo sapiens) war die Region bereits von Neandertalern bewohnt, wie Funde in der Höhle Cova Gran de Santa Linya belegen. In historischer Zeit war Katalonien ursprünglich von Iberern besiedelt, später lag das Küstengebiet im Einflussbereich Karthagos. Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr. gewann Rom die Vorherrschaft; die Römer erhoben 19 n. Chr. die Gegend zur römischen Provinz Hispania Tarraconensis. Bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. fasste das Christentum Fuß im Bereich des heutigen Katalonien.

    Im Zuge des Auflösungsprozesses des Imperium Romanum kamen 418 die Westgoten erstmals mit Polizeiaufgaben betraut nach Spanien, aber erst nach der Schlacht von Vouillé 507 setzten sie sich auf der Iberischen Halbinsel fest. Das Erbe dieses Westgotenreiches behauptete sich am Südhang der Pyrenäen am zähesten. Bis in das 11. Jahrhundert blieb der gotische Rechtskodex Liber Iudicum von 654 in Gebrauch – auch die Einbeziehung der südlichen Pyrenäenregion in das fränkische Markensystem (Spanische Mark) änderte nichts daran.

    Die Bewahrung lokaler Eigenständigkeit war jedoch nicht gleichbedeutend mit kultureller Isolation. Der Pyrenäenraum war von jeher ein bevorzugtes Durchzugsgebiet für Kultur und Handel zwischen dem Vorderen Orient und den britischen Inseln. Im Zuge der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Frankenreich und den Arabern entstanden Ende des 8., Anfang des 9. Jahrhunderts im nördlichen Teil des heute zu Spanien gehörenden Kataloniens und im heute französischen Nordkatalonien mehrere Grafschaften, die zunächst dem westfränkischen bzw. französischen König unterstanden, im Laufe der folgenden Jahrhunderte aber zunehmend selbständiger wurden.

    Graf Wilfried der Haarige (katalanisch Guifré el Pilós; † 11. August 897) vereinigte die Grafschaften Urgell, Cerdanya, Barcelona und Girona unter seiner Herrschaft und begründete die Dynastie der Grafen von Barcelona. Ende des 10. Jahrhunderts lösten sich die katalanischen Grafschaften aus der Lehnsherrschaft des westfränkischen Königs. Neben diesen politischen Anführern kommt auch dem geistlichen Führer Abt Oliva, der unter anderem dem damaligen kulturellen Zentrum Kataloniens, der Abtei von Ripoll, vorstand, eine große Bedeutung zu.

    Durch den Ehevertrag zwischen Raimund Berengar IV., Graf von Barcelona, und der erst einjährigen Petronila/Peronella, Erbin der Krone Aragoniens, entstand 1137 aus Aragonien und den im 12. Jahrhundert mit Katalonien weitgehend identischen Ländern der Grafen von Barcelona eine Staatsgemeinschaft, die als Krone Aragonien bekannt ist. Durch weitere dynastische Verbindungen sowie Eroberungen wurde sie im Hoch- und Spätmittelalter zur führenden Macht des westlichen Mittelmeerraumes. Ihr wirtschaftliches und kulturelles Zentrum war der katalanische Teil der Staatsgemeinschaft, das Prinzipat Katalonien, dessen Handelsflotte den westlichen Mittelmeerraum beherrschte.

    15. bis 18. Jahrhundert
     
    Teilung von Katalonien (1659)

    1469 heiratete Ferdinand, Erbe der Krone Aragoniens, seine Cousine Isabella, Erbin von Kastilien. Sie gingen als die Katholischen Könige (katalanisch Els Reis Catòlics) in die Geschichte ein; die Vereinigung Kastiliens mit Aragon erfolgte zunächst als Personalunion; die Vereinigung der beiden Kronen zum Königreich Spanien erfolgte 1516 unter dem späteren Karl V. (Karl der Erste von Spanien); die innere politische Eigenständigkeit Kataloniens blieb dabei aber erhalten.

    Im Französisch-Spanischen Krieg von 1635–1659 kam es zu separatistischen Bewegungen in Spanien. Im Jahr 1640 konnte Portugal erfolgreich seine Eigenständigkeit wiedergewinnen (nach dem Tod des letzten portugiesischen Königs im Jahr 1580 war es in die Gebiete der Krone Kastiliens eingegliedert worden). Katalonien versuchte ebenfalls, die frühere Eigenständigkeit wiederzuerlangen, war darin aber nicht erfolgreich. Im Pyrenäenfrieden musste Spanien die katalanischen Gebiete nördlich der Pyrenäen (die historische Grafschaft Rosselló, Nordkatalonien) an Frankreich abtreten, das restliche Katalonien blieb bei Spanien.

    Im Spanischen Erbfolgekrieg (1700–1713), in dem es um die Thronfolge nach dem Tod des kinderlos gebliebenen Karl II. ging, unterstützten die meisten Katalanen den Habsburger Thronprätendenten Erzherzog Karl gegen den Bourbonen Philipp von Anjou. Der im Frieden von Utrecht als Sieger hervorgegangene Philipp V. bestrafte Katalonien dafür hart: 1714 ergab sich Barcelona den Truppen Philipps, in den Folgejahren wurden die katalanischen Institutionen aufgelöst, wodurch die katalanische Selbstverwaltung endete. Zum Gedenken dieses Ereignisses wird seit 1980 der 11. September, der Tag der Kapitulation 1714, als katalanischer „Nationalfeiertag“ – Diada Nacional de Catalunya –, begangen.

    Zeit Napoleons

    In den Jahren 1812 bis 1814 war Katalonien Teil des französischen Kaiserreichs und zuerst in vier, später in zwei französische Départemente eingeteilt.

    20. Jahrhundert
     
    Emblem der Generalitat de Catalunya
     
    Jordi Pujol, Präsident von Katalonien (1980–2003)

    In der Zweiten Republik wurde Katalonien zunächst 1931 eine provisorische Autonomie mit Wiedererrichtung der Generalitat gewährt; diese wurde im Autonomiestatut von 1932 festgeschrieben. Von 1934 bis 1936 war die Autonomie jedoch suspendiert und wurde mit dem Sieg Francisco Francos im Spanischen Bürgerkrieg 1939 aufgehoben. Während des Bürgerkrieges 1936–1939 war Katalonien (vor allem Barcelona) Schauplatz der einzigen (zumindest zeitweise) geglückten anarchistischen Revolution in der Europäischen Geschichte.

    Die Generalitat bestand während der Franco-Diktatur im Exil fort. Im Zuge der nach Francos Tod einsetzenden Transition wurde Katalonien 1977 erneut zunächst eine provisorische Autonomie gewährt und der zurückgekehrte Josep Tarradellas als Präsident der Generalitat anerkannt. Auf der Grundlage der demokratischen spanischen Verfassung von 1978 erhielt Katalonien 1979 ein neues Autonomiestatut. In dessen Rahmen wurden die Kompetenzen und auch die Finanzierung der Region immer weiter ausgebaut, meist auf Druck der national-katalanischen Gruppierungen.

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  • Sicherheit

    Katalonien ist normalerweise eine sichere Region. Nimm dich jedoch vor Taschendieben in großen Menschenmengen in Acht und entferne dich auf Autobahnparkplätzen nicht unnötig von deinem Kfz. Touristengegenden wie Las Ramblas in Barcelona ziehen viele Diebe an, sei in solchen Gebieten also wachsam - als Tourist bist du immer ein Ziel für Diebe. Sie können dich sehen, du kannst sie jedoch nicht sehen. Trage nicht all dein Geld und deine Unterlagen im gleichen Beutel oder in der gleichen Tasche. Wenn du beraubt worden bist, solltest du immer zur Polizei gehen.

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