Grand Teton National Park

( Grand-Teton-Nationalpark )

Der Grand-Teton-Nationalpark liegt im Westen von Wyoming südlich des Yellowstone-Nationalparks. Er hat seinen Namen von der Teton-Kette, die sich in Nord-Süd-Richtung durch den Park zieht. Östlich der Berge liegt die weite Ebene mit dem Namen Jackson Hole und der große Bergsee Jackson Lake, außerdem die kleineren Seen Leigh Lake und Jenny Lake.

Die Region ist bereits seit mindestens 11.000 Jahren bewohnt, als nomadische Paläoindianer begannen, die wärmeren Sommermonate dort zu verbringen. Als erster Weißer dürfte John Colter um 1808 diese Gegend zu Gesicht bekommen haben. Der Name der Berge kommt vom französischen Wort für Brust und bezieht sich auf deren Form. Die Gegend wurde am 26. Februar 1929 zum Nationalpark erklärt.

Das Gebiet wurde von mehreren Indianervölkern als Jagd- und Lebensraum genutzt. Die Blackfoot und die Crow waren die führenden Indianervölker zum Zeitpunkt des ersten Kontakts mit Weißen. Bei ihnen handelte es sich um Pelzjäger und -händler, die in den 1820er Jahren die Region erstmals erreichten. Ende des 19. Jahrhunderts siedelten sich mehrere Rancher nach dem Homestead Act in Jackson Hole an. Sie gehörten überwiegend der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) an, weshalb ein Teil der Talebene mit den Farmgebäuden, Ställen und Scheunen als Mormon Row bezeichnet wird. Insgesamt sind aus der indianischen und frühen historischen Zeit 479 Orte von archäologischen oder historischem Interesse im Park nachgewiesen. Zwei davon sind als National Historic Landmark ausgewiesen: Murie Ranch, als wichtiger Ort für die Entstehung des Naturschutzes in der Region und Jackson Lake Lodge als erstes Gebäude der architektonischen Moderne im Zusammenhang mit dem Mission-66-Programm des National Park Service.[1] Die Jackson Lake Lodge ist auch bekannt als Ort des Economic Policy Symposiums der Zentralbanken im August jeden Jahres.

Schon im 19. Jahrhundert wies die US-Bundesregierung großflächige Wälder im Umfeld des heutigen Parks als Teton Forest Reserve aus und verhinderte damit die Besiedelung und unkontrollierte Rodung. Die Teton Reserve wurde mit der Yellowstone Forest Reserve zum Yellowstone National Forest zusammengeschlossen, von dem 1908 der Teton National Forest abgetrennt wurde, der den Großteil der Teton Range und dessen dicht bewaldete, sanfte Westflanke einschloss. Erste Pläne für ein weitergehendes Schutzgebiet und dessen Ausdehnung in die Ebene wurden von den meisten Bewohnern des Tals und den Grundeigentümern aus grundsätzlicher Skepsis gegenüber dem Naturschutzgedanken abgelehnt. Die heute denkmalgeschützte Chapel of the Transfiguration wurde bereits 1925 für den beginnenden Tourismus im Grand Teton errichtet. John D. Rockefeller, Jr. und seine Familie kauften 1927 eine ehemalige Ranch an einem der kleinen Seen als Ferienhaus, er unterstützte die Unterschutzstellung und kaufte im großen Stil durch die als Ranchbetrieb getarnte Scheinfirma Snake River Land Company Weideland und aufgegebene Ranches im Tal an.

Der Nationalpark wurde 1929 ausgewiesen, begrenzt auf die Bergkette und einige kleinen Seen direkt unterhalb. 1930 wurde bekannt, dass Rockefeller hinter den Landkäufen stand und dass er die Flächen für eine Unterschutzstellung ankaufte. Die Bewohner reagierten mit Aufruhr und Wut, dass ein Außenstehender sein gewaltiges Vermögen einsetze, um über ihre Köpfe hinweg ihre Heimat für den Naturschutz zu verplanen. Der weitere Ankauf stockte und die Politiker des Staates Wyoming sprachen sich gegen jeden Naturschutz aus. Als Rockefeller 1942 befürchtete, dass sein Einsatz umsonst gewesen wäre, überlegte er, die Flächen wieder zu verkaufen. Der National Park Service überzeugte deshalb Präsident Franklin D. Roosevelt, seine Befugnis aus dem Antiquities Act von 1906 zu nutzen und einseitig, ohne Beteiligung des Kongresses die von Rockefeller angekauften Flächen als National Monument auszuweisen. Dies geschah 1943; Roosevelt gründete das Jackson Hole National Monument. Durch die Industrialisierung der Landwirtschaft fielen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Erträge der extensiven Weidewirtschaft im abgelegenen Jackson Hole gegenüber den intensiv bewirtschafteten Regionen weiter im Osten zurück. Immer mehr Grundeigentümer standen dem Naturschutzgedanken nicht mehr feindselig gegenüber, zumal der Tourismus langsam zur Einnahmequelle wurde. Deshalb stimmte 1950 der Kongress zu, das National Monument mit dem Grand-Teton-Nationalpark zu vereinigen.[2]

Aus der Zeit der Nutzung durch Rancher gibt es noch zwei aktive Betriebe in sogenannten inholdings, Privatgründstücken, die vollständig vom Park umschlossen sind. Der Staat Wyoming besitzt eine weitere inholding, die als Viehweide verpachtet ist und eine Ranch außerhalb sowie ein living history-Betrieb dürfen Flächen im Park beweiden. Zusammen machen diese Gebiete etwa 2000 ha aus.[1] Die inholdings sind deshalb problematisch, weil sie nicht dem Schutzstatut des Parks unterliegen. 2014 wurde auf einem der Privatgrundstücke ein Wolf geschossen, der Weidevieh bedroht haben soll. Nach Ermittlungen wurde kein Verstoß gegen das Jagdrecht von Wyoming festgestellt.[3]

↑ a b Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag; kein Text angegeben für Einzelnachweis mit dem Namen vitalsigns2013. Jackson Hole History: Snake River Land Company High Country News: Who should manage Grand Teton’s private inholdings?, 2. April 2015
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