جبل الأربعين (أريحا)

( Berg der Versuchung (Westjordanland) )

f

Der Berg der Versuchung (arabisch جبل الأربعين, DMG Ǧabal al-arbaʿīn oder جبل القرنطل / Ǧabal al-Qurunṭul, englisch Mount of Temptation oder Mount Quarantania, griechisch Σαραντάριο Όρος Sarantário Óros, die letzteren wie al-arbaʿīn nach der Zahl vierzig) ist ein Berg des Judäischen Berglands wenige Kilometer außerhalb der Stadt Jericho im Westjordanland.

f

Der Berg der Versuchung (arabisch جبل الأربعين, DMG Ǧabal al-arbaʿīn oder جبل القرنطل / Ǧabal al-Qurunṭul, englisch Mount of Temptation oder Mount Quarantania, griechisch Σαραντάριο Όρος Sarantário Óros, die letzteren wie al-arbaʿīn nach der Zahl vierzig) ist ein Berg des Judäischen Berglands wenige Kilometer außerhalb der Stadt Jericho im Westjordanland.

Hasmonäerzeit: Festung Dok  Die Wehrmauern der Festung Dok

Auf dem Gipfel befinden sich die Überreste der seleukidischen Festung Dok oder Dagon. Nach dem jüdischen Historiker Flavius Josephus und dem 1. Buch der Makkabäer (1 Makk 16,11–24 EU) wurden hier um das Jahr 134 v. Chr. der Ethnarch von Judäa, Simon, seine Mutter und seine beiden Söhne durch seinen Schwiegersohn Ptolemaios ermordet.[1] Simon war einer der Anführer des Aufstands der Makkabäer und der Begründer der Dynastie der Hasmonäer.[2]

Byzantinische Epoche

Um 340 n. Chr. verließ Chariton der Bekenner, Gründer des ersten Klosters in der Wüste Juda, dieses aufgrund von Überfüllung und gründete in Duka auf der Spitze des Berges eine Kapelle wie auch eine weitere in einer Höhle weiter unten am östlichen Hang, in der Jesus sich aufgehalten haben soll. Nach der christlichen Überlieferung wurde der Ort mit dem Berg der Versuchung identifiziert, auf dem Jesus 40 Tage lang gefastet haben und vom Teufel vergebens versucht worden sein soll (Mt 4,1–4 EU), weswegen der Berg den Namen „Qarantal“ (Berg der vierzig Tage) trägt. Chariton verließ das Kloster später in Richtung Suka bei Bethlehem, sein Nachfolger wurde der Mönch Elpidius.

Kreuzfahrerzeit

Duka und die Höhlen in seiner Umgebung waren bis in das 8. Jahrhundert bewohnt, bevor sie verlassen und erst in der Kreuzfahrerzeit wieder besiedelt wurden.

19.–21. Jahrhundert  Das Sandarion-Kloster am Hang und die Festung Dok auf dem Gipfel des Berges, gesehen von der Stadt Jericho aus. Hier soll sich die Versuchung Jesu durch den Satan ereignet haben.

Mit der muslimischen Rückeroberung der Region begann der Bedeutungsverlust des Klosters, bis es erneut völlig verlassen wurde. Im Jahr 1874 kaufte die Griechisch-orthodoxe Kirche das Gelände und richtete hier 1897 das Sarandarion-Kloster ein. Von diesem Kloster steigt ein schmaler Pfad zur alten Hasmonäer-Burg Dok und zur Gipfel-Kapelle des St. Chariton empor.

Im Jahr 1948 während des Israelischen Unabhängigkeitskrieges übernahmen arabische Flüchtlinge zeitweilig die Kontrolle über das Kloster und zwangen die Mönche zum Verlassen desselben. Die Dokumentation "Der Berg der Versuchung" der ZDF-Reihe Terra X aus dem Jahr 2011 berichtete über den letzten Mönch, Vater Gerasimus, der dieses Kloster seit ungefähr 30 Jahren bewohnte und beaufsichtigte.[3]

Flavius Josephus: Jüdischer Krieg (DjVu) auf Wikisource. Übersetzt von Philipp Kohout. Quirin Haslingers Verlag, Linz 1901, S. 23 Doris Lambers-Petry: Simon, der Makkabäer. In: Michaela Bauks, Klaus Koenen, Stefan Alkier (Hrsg.): Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (WiBiLex), Stuttgart Mai 2007 Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag; kein Text angegeben für Einzelnachweis mit dem Namen Quruntul.
Fotografien von:
Dmitrij Rodionov, DR - CC BY-SA 3.0
Statistics: Position
2600
Statistics: Rank
47987

Neuen Kommentar hinzufügen

CAPTCHA
Sicherheit
736251948Klicken/tippen Sie auf diese Sequenz: 7385
Diese Sicherheitsfrage überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind und verhindert automatisches Spamming.

Google street view

Wo kann man in der Nähe schlafen? Berg der Versuchung (Westjordanland) ?

Booking.com
535.858 Besuche insgesamt, 9.233 Sehenswürdigkeiten, 405 Ziele, 593 besucht heute.