Kontext von Philippinen

Die Philippinen ([filɪˈpiːnən], amtlich Republik der Philippinen, Filipino Republika ng Pilipinas [ˌpɪlɪˈpinɐs], englisch Republic of the Philippines, spanisch República de Filipinas) sind ein Staat und Archipel mit 7641 Inseln im westlichen Pazifischen Ozean und gehören zu Südostasien. Sie bilden den fünftgrößten Inselstaat der Welt nach Fläche. Mit rund 110 Millionen Einwohnern sind die Philippinen der vierzehntgrößte Staat der Welt. Die Bevölkerung besteht aus dutzenden verschiedenen Ethnien und Kulturen.

Die Philippinen wurden ursprünglich von Negritos, später von Austronesiern besiedelt. Seit der Ankunft vonWeiterlesen

Die Philippinen ([filɪˈpiːnən], amtlich Republik der Philippinen, Filipino Republika ng Pilipinas [ˌpɪlɪˈpinɐs], englisch Republic of the Philippines, spanisch República de Filipinas) sind ein Staat und Archipel mit 7641 Inseln im westlichen Pazifischen Ozean und gehören zu Südostasien. Sie bilden den fünftgrößten Inselstaat der Welt nach Fläche. Mit rund 110 Millionen Einwohnern sind die Philippinen der vierzehntgrößte Staat der Welt. Die Bevölkerung besteht aus dutzenden verschiedenen Ethnien und Kulturen.

Die Philippinen wurden ursprünglich von Negritos, später von Austronesiern besiedelt. Seit der Ankunft von Ferdinand Magellan wurde das Land von Spanien kolonisiert. Seinen Namen erhielt das Land von dem spanischen Entdecker Ruy López de Villalobos, der die Inseln zu Ehren des spanischen Infanten Philipp Las Islas Filipinas nannte. In den folgenden mehr als 300 Jahren spanischer Herrschaft setzte sich auch der Katholizismus in den Philippinen durch, weshalb die Philippinen heute neben Osttimor der einzige asiatische Staat mit katholischer Bevölkerungsmehrheit sind. 1896 begann die Philippinische Revolution, die 1899 zur Ersten Philippinischen Republik führte, die allerdings nur zwei Jahre lang Bestand hatte und mit der Niederlage im Philippinisch-Amerikanischen Krieg endete. Die Philippinen waren daraufhin mehrere Jahrzehnte von den Vereinigten Staaten kontrolliert. Im Zweiten Weltkrieg waren die Inseln zwischenzeitlich vom Japanischen Kaiserreich besetzt. Nach Ende des Krieges erlangte das Land 1946 endgültig seine Unabhängigkeit von den Vereinigten Staaten.

Die seitherige Geschichte der Demokratisierung des Landes ist wechselhaft. Von 1972 bis 1986 wurde das Land diktatorisch von Ferdinand Marcos regiert. Seit der EDSA-Revolution 1986 wechselten die Machtverhältnisse im Land mehrfach und damit auch die Zustände von Demokratie, Menschenrechten und Korruption. Nach der Wahl von dessen Sohn, Ferdinand Marcos Jr., genannt Bongbong, zum Präsidenten 2022 blieb die Menschenrechtssituation weiterhin schlecht.

Mehr über Philippinen

Grundinformation
  • Währung Philippinischer Peso
  • Anrufcode +63
  • Internet Domäne .ph
  • Mains voltage 220V/60Hz
  • Democracy index 6.56
Population, Area & Driving side
  • Bevölkerung 109035343
  • Fläche 343448
  • Fahrseite right
Stay safe
  • Sicherheit

    Wer die Philippinen bereist, sollte stets der Sicherheit etwas Aufmerksamkeit widmen. Islamistische Rebellen aus südlichen Inseln haben in jüngster Vergangenheit unter anderem durch Anschläge auch in Manila auf sich aufmerksam gemacht. Daneben ist die Rate an Kapitalverbrechen ebenfalls hoch, Schusswaffen sind unter der Bevölkerung weiter verbreitet als in Europa und Entführungen kommen immer wieder vor. Im Alltag wird man immer wieder durch die vielen bewaffneten Schutztruppen, die in Tourismus- und Geschäftszentren Kontrollpunkte errichtet haben, an die angespannte Lage erinnert. Touristische Zentren wie Cebu oder Boracay gelten als relativ sicher, während von der Reise in die südlichen Regionen (z. B. Mindanao) abgeraten wird. Auch in Manila gibt es (nach Einbruch der Dunkelheit ganz besonders) mehrere No-Go-Areas.

    Bei Taxifahrten in Manila mit Gepäck unbedingt beachten, dass Kofferraum und Türen verriegelt und Seitenfenster geschlossen sind. Gerade die vielen Staus sind sonst geradezu eine Einladung an die sehr zahlreichen Kleinkriminellen zum blitzschnellen Zugriff und Untertauchen in der Menge.

    Neben der Bedrohung durch Gewalt gibt es auf den Philippinen auch verschiedene gefährliche Krankheiten, u.a. Malaria (der Großraum Metro Manila gilt als malariafrei) und Dengue-Fieber. Vor Abreise am besten bei einem Arzt beraten lassen. Gegen Dengue-Fieber gibt es weder eine Vorbeugung noch eine Therapie; Vorbeugung gegen Malaria sollte man kritisch sehen und auch nur dann praktizieren, wenn man (zur Regenzeit) in besonders malariagefährdete Regionen reist (Teile von Palawan und Mindanao).

    Detaillierte Sicherheitshinweise finden sich auf den Seiten des Auswärtigen Amts: Reise- und Sicherheitshinweise Philippinen

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