San Carlos de Bariloche

( Bariloche )

San Carlos de Bariloche (heutige Kurzform Bariloche) ist eine westargentinische Großstadt mit ca. 140.000 Einwohnern in der Provinz Río Negro. Sie ist die Hauptstadt des Departamento Bariloche und ein bedeutendes Fremdenverkehrszentrum am Fuß der Anden. Das Bistum San Carlos de Bariloche (lateinisch Dioecesis Sancti Caroli Vurilocensis) ist eine römisch-katholische Diözese mit einer neogotischen Kathedrale aus Beton und Natursteinen.

Der Name Bariloche stammt aus dem Mapudungun (der Sprache der Mapuche). Dort bedeutet das Wort Vuriloche „Menschen hinter dem Berg“ (furi = „hinter“, che = „Menschen“). Der Vuriloche-Pass wurde von den Mapuche benutzt, um die Anden zu überqueren, und wurde vor den Europäern lange Zeit geheim gehalten.

San Carlos de Bariloche (heutige Kurzform Bariloche) ist eine westargentinische Großstadt mit ca. 140.000 Einwohnern in der Provinz Río Negro. Sie ist die Hauptstadt des Departamento Bariloche und ein bedeutendes Fremdenverkehrszentrum am Fuß der Anden. Das Bistum San Carlos de Bariloche (lateinisch Dioecesis Sancti Caroli Vurilocensis) ist eine römisch-katholische Diözese mit einer neogotischen Kathedrale aus Beton und Natursteinen.

Der Name Bariloche stammt aus dem Mapudungun (der Sprache der Mapuche). Dort bedeutet das Wort Vuriloche „Menschen hinter dem Berg“ (furi = „hinter“, che = „Menschen“). Der Vuriloche-Pass wurde von den Mapuche benutzt, um die Anden zu überqueren, und wurde vor den Europäern lange Zeit geheim gehalten.

Die Gebiete rund um den See Nahuel Huapi wurden Ende des 19. Jahrhunderts, nach der so genannten Wüstenkampagne des Generals Julio A. Roca, von Siedlern okkupiert. So legten der Chilene Carlos Wiederhold Piwonka[1] und der texanische Cowboy Jarred Jones, Ersterer als Namensgeber von San Carlos, unabhängig voneinander Siedlungen an. Offiziell gegründet wurde San Carlos de Bariloche im Jahr 1902. Die Stadt war zunächst ein Handelszentrum mit dem südlichen Chile. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts zog die Gegend ausländische Besucher an, wie etwa den US-Präsidenten Theodore Roosevelt und den Fürsten von Wales. 1932 wurde der Ort an das Eisenbahnnetz angeschlossen, was einen Aufschwung des Tourismus besonders nach dem Zweiten Weltkrieg mit sich brachte.

Die Unternehmerin Rosa Mayer[1] verkaufte nach dem Krieg ihr Land zu Vorzugsbedingungen an Deutsche. Ein Personenkult um Hitler, etwa der sogenannte „Führergeburtstag“, wurde im Ortsteil Belgrano weiterhin gepflegt.[1] Die Deutsche Schule Bariloche führte noch bis Ende der 1950er Jahre Hitlers Mein Kampf[1] in den Regalen. Bariloche machte 1994 international Schlagzeilen, als durch den US-amerikanischen TV-Sender ABC bekannt wurde, dass sich dort der ehemalige SS-Hauptsturmführer Erich Priebke aufhielt,[2] der Mittäter an der Ermordung von 330[1] italienischen Zivilisten war. Außerdem versteckten sich in Bariloche auch zeitweise die SS-Männer Josef Schwammberger, Reinhard Kopps, Ferdinand Tröstl und das „Fliegerass“ Hans-Ulrich Rudel (kein Mitglied der SS).[3] Bariloche hat eine größere deutsche Gemeinde, deren Präsident Erich Priebke bis zu seiner Verhaftung 1994 war.[4] Der Autor Ariel Magnus berichtet von einer Demonstration örtlicher Lehrer zugunsten Priebkes.[1] Die Schuldirektorin Catalina Binder,[1] die sich gegen die Haltung der Lehrer an der Deutschen Schule wehrte, musste zurücktreten und die Stadt verlassen. Der Film Pacto de silencio (2006) des ehemaligen Schülers Carlos Echeverría[1] befasst sich mit der Gesinnung der Lehrerschaft.

↑ a b c d e f g h Ariel Magnus: Tür an Tür. Nazis und Juden im argentinischen Exil. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2023, ISBN 978-3-462-05434-7, S. 96 ff. Esteban Buch: El pintor de la Suiza Argentina. Editorial Sudamericana, Buenos Aires 1991, ISBN 978-950-07-0663-6. Sven Felix Kellerhoff: "Pakt des Schweigens": Feinkost vom Folterknecht. In: Die Welt, 9. November 2006, abgerufen am 30. Januar 2010. Gibt es noch Nazis in Südamerika? Mit 80.000 Fragen um die Welt – Weltbilder – NDR, 2010 auf YouTube
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