Die Zitadelle von Huế war die frühere Residenz der Kaiser der vietnamesischen Nguyễn-Dynastie in der damaligen Hauptstadt. Die Zitadelle enthält einen Kaiserpalast nach dem Vorbild der Verbotenen Stadt in Peking und ist heute ein UNESCO-Welterbe.

 Gia Long, Gründer der Nguyễn-Dynastie und Erbauer der Zitadelle von Huế

Die Zitadelle von Huế wurde vom Begründer der kaiserlichen Nguyễn-Dynastie, Gia Long, ab 1804 erbaut.[1] Der genaue Standort wurde mittels Geomantie ermittelt. Als Vorbild, dem sie in verkleinertem Format folgte, diente die Verbotene Stadt der chinesischen Ming-Dynastie. Tausende von Arbeitern errichteten um eine nahezu quadratische Grundfläche einen 10 km langen Erdwall, der von einem mehr als 20 m breiten Wassergraben umgeben ist. Später wurde der Erdwall durch eine Steinmauer ersetzt. Während der Herrschaft von Gia Longs Sohn und Nachfolger Minh Mạng wurden diese Arbeiten fertiggestellt.

Nach und nach wurden weitere Gebäude, Höfe und Gärten in der im Südosten der Zitadelle liegenden Verbotenen Stadt ergänzt. Die Herrschaft des Kaisers dauerte bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Bis dahin umfasste das Innerste, die dem Herrscher und seiner Familie vorbehaltene Verbotene purpurfarbene Stadt viele Gebäude und mehrere hundert Räume. Die Bausubstanz litt unter Termiten und Zyklonen, blieb aber imposant. Bei der Schlacht um Huế während der Tet-Offensive flogen die US-Streitkräfte gezielte Bombenangriffe gegen die Zitadelle und die dort in Stellung gegangene nordvietnamesische Armee und die Vietcong. Bei diesen Kämpfen, welche bis zum 24. Februar 1968 andauerten, wurde die alte Kaiserstadt vollständig zerstört.[2] Lediglich die Tempel Thái Hòa und Cần Thanh sowie Thế Miếu und Hiển Lâm Các blieben erhalten. In den steinernen Umfassungsmauern sind noch heute Spuren dieser Schlacht zu finden. 1993 wurde die Zitadelle von Hue ein UNESCO-Welterbe. Für 2015 sind umfangreiche Restaurierungsarbeiten geplant.[3]

soweit nicht anders angegeben beruhen die Informationen auf angeführter Literatur und Weblinks Marc Frey: Geschichte des Vietnamkriegs. Die Tragödie in Asien und das Ende des amerikanischen Traums. 2. Auflage. C.H. Beck, München 1999, ISBN 3-406-45978-1, S. 164. Vietnam to spend 61 million dollars to restore Hue royal citadel. Abgerufen am 26. Juli 2012
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