Επίδαυρος

( Epidaurus )

Epidauros (griechisch Ἐπίδαυρος, lateinisch Epidaurus) steht für:

  • Epidauros (Mythologie), mythischer Gründer der Stadt Epidauros in der Argolis

Epidauros ist der Name folgender Orte:

in der Antike:

  • Epidauros, eine antike griechische Kultstätte des Asklepios in der Argolis
  • eine antike Stadt 8 km nordöstlich der gleichnamigen Kultstätte, das heutige Palea Epidavros
  • eine antike Hafenstadt an der illyrischen Küste, das heutige Cavtat in Dalmatien
  • Epidauros Limera, eine antike Stadt an der Küste von Lakonien in der Bucht von Palaia Monemvasia

moderne Orte:

  • eine Gemeinde in Griechenland, siehe Epidavros
  • Epidavros, ein Gemeindebezirk in der gleichnamigen Gemeinde

Siehe auch:

  • Archea Epidavros, eine Ortsgemeinschaft in der griechischen Gemeinde Epidavros
  • Nea Epidavros, eine Ortsgemeinschaft in der Weiterlesen

Epidauros (griechisch Ἐπίδαυρος, lateinisch Epidaurus) steht für:

  • Epidauros (Mythologie), mythischer Gründer der Stadt Epidauros in der Argolis

Epidauros ist der Name folgender Orte:

in der Antike:

  • Epidauros, eine antike griechische Kultstätte des Asklepios in der Argolis
  • eine antike Stadt 8 km nordöstlich der gleichnamigen Kultstätte, das heutige Palea Epidavros
  • eine antike Hafenstadt an der illyrischen Küste, das heutige Cavtat in Dalmatien
  • Epidauros Limera, eine antike Stadt an der Küste von Lakonien in der Bucht von Palaia Monemvasia

moderne Orte:

  • eine Gemeinde in Griechenland, siehe Epidavros
  • Epidavros, ein Gemeindebezirk in der gleichnamigen Gemeinde

Siehe auch:

  • Archea Epidavros, eine Ortsgemeinschaft in der griechischen Gemeinde Epidavros
  • Nea Epidavros, eine Ortsgemeinschaft in der griechischen Gemeinde Epidavros

Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung im Bereich von Epidauros wurden für die Zeit des 3. Jahrtausends v. Chr. nachgewiesen und zwar auf einer vom späteren Kultbezirk etwa 2 km entfernt liegenden Anhöhe, einem Teil des Berges Kynortion. Im 7. Jahrhundert v. Chr. entstand hier die erste Kultstätte, deren Reste anhand eines Aschealtars (= aufgehäufte Aschereste der Opfergaben) entdeckt werden konnten. Hier wurde der Gott Apollon Maleatas verehrt, für den man einen kleinen, einfachen Tempel baute, der später um eine Stoa erweitert wurde. In römischer Zeit wurde diese Anlage durch eine Zisterne, einen Brunnen und ein Gebäude mit Hof ergänzt. Hierbei ist erstaunlich, dass diese Stätte bis ins 5. Jahrhundert n. Chr. in Gebrauch war, obwohl schon rund ein Jahrtausend zuvor in der Ebene des nahe gelegenen Epidauros selbst die Verehrung von Maleatas durch Identifizierung des Asklepios mit diesem Gott übernommen worden war.

In Epidauros selbst gab es zunächst eine Stätte zur Verehrung des Apollon, genauer gesagt des Apollon Maleatas. Seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. trat jedoch Asklepios an die Seite seines mythologischen Göttervaters Apollon. Zwar wurde Apollon auch weiterhin in einem eigenen Tempel verehrt, doch lockte zunehmend der Heilgott Asklepios die Pilger und Heilungsuchenden nach Epidauros, wo ein eigens gestalteter Pilgerweg freigelegt wurde. Einem griechischen Mythos zufolge war Asklepios an diesem Ort geboren worden. Dennoch gab es auch andere Stätten, die diesen Ruhm für sich reklamierten, oft sogar mit älteren Ansprüchen, wie etwa das thessalische Trikka. Der Aufschwung des Asklepios-Kultes hängt wohl vor allem mit der Pestepidemie von Athen und der Gründung des dortigen Asklepios-Heiligtums am Fuße der Akropolis zusammen. Da es die Epidaurer verstanden, ihren Ort als den Geburtsort des Gottes zu preisen, entwickelte sich dieser im 5., spätestens jedoch im 4. Jahrhundert v. Chr. zum bedeutendsten Heiligtum dieses Gottes[1] und wurde sehr reich. Dies kann man vor allem an der in dieser Zeit sich vollziehenden regen Bautätigkeit ablesen. Aufgrund der gesteigerten Bedeutung entstanden im Laufe der Zeit an zahlreichen Orten der antiken Welt epidaurische Tochterheiligtümer, etwa in Athen, in Pergamon oder in Rom.

Während des Peloponnesischen Krieges und in der Folgezeit stand Epidauros auf Seiten Spartas. 323/322 v. Chr. war die Stadt am Lamischen Krieg beteiligt.

 
Theater von Epidauros (2022)

Im 1. Jahrhundert v. Chr. wurde der Ort mehrfach von Seeräubern überfallen und geplündert. Verheerender jedoch als diese Überfälle war die Plünderung der heiligen Stätte durch den römischen Feldherrn Sulla um 85 v. Chr. Er überließ seinen Soldaten zahlreiche Weihegaben und Kultgegenstände als Sold. In der späteren römischen Zeit wurde das Heiligtum jedoch wieder aufgebaut. Vor allem im 2. Jahrhundert n. Chr. setzte eine erneute rege Bautätigkeit ein, was die anhaltende Bedeutung des Ortes zeigt.

Gegen Ende des 4. Jahrhunderts kam es jedoch erneut zu einer verheerenden Zerstörung. Die Goten unter ihrem Anführer Alarich I. zerstörten weite Bereiche des gesamten Heiligtums. Einige Teile werden stückweise wieder aufgebaut; das Theater jedoch war jahrhundertelang unter Schutt und Bäumen „begraben“ und konnte so fast vollständig erhalten bleiben, heute ist es freigelegt. Mit dem Siegeszug des Christentums verloren die alten Kultstätten zunehmend an Bedeutung. Diese Entwicklung ist auch an den Befunden in Epidauros erkennbar. Im Jahre 426 n. Chr. kam es zur „offiziellen“ Schließung der Anlage.

Einige Berichte über Heilungen sind in Inschriften aus der 2. Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr. überliefert (https://www.uni-siegen.de/phil/kaththeo/antiketexte/wunder/21.html?lang=de).
Fotografien von:
George E. Koronaios - CC0
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